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Einjähriges

México shried Fickenchings

Am Donnerstag nach der Atlixcotour feierte meine Mutter Einjähriges hier in MX(kanistan) und zu jenem Anlass gesellten sich nach der Arbeit ihre Kollegen zu uns in den Garten, bestückt mit einigen 1,2l-Flaschen Bier, einer Tüte Limetten und haufenweise Essenskram. Aus den Limetten wurde, schweiß- und testosterontriefend, der Saft gepresst, mit Chilisoße vermischt und zum Schluss kamen die mitgebrachten Chickenwings in besagtes Gemisch. So mariniert wurden sie von Hans-Philipp (Namen eingedeutscht, Anm.d.Red.) gegrillt und obwohl mir sonst immer viel zu wenig Fleisch auf viel zu viel Knochen ist, bei diesen kleinen Dingern, muss ich sagen, die waren echt lecker! Ohne großartig nachzudenken kann ich behaupten, dass es die leckersten Chickenwings waren, die ich je gegessen hatte. Dazu noch ein paar Quesadillas frisch vom Grill und ich war prall gefüllt wie ne Weihnachtsgans. Echt primstens, was die Jungs da gezaubert haben.

Achja, die selbigen haben sich schön auf nüchternen Magen die Kante gegeben mit 4 Teilen Capitán Morgan Rum, 2 Teilen Bacardi und einem Teil Mineralwasser. Ich glaube, ich würde da ja auch mit Vorbereitung ziemlich abbrechen, aber auch noch ohne was zu Essen, also hallo, Respekt!

Offensichtlich heil zu Hause angekommen sind sie aber dennoch.

Wochenende

wenigstens eine geht ...

Das Wochenende hatte ja erstmal genial angefangen, da irgendein Fatzke in Deutschland Mist gebaut hat und ich aufgrund einer Kette von Ereignissen, deren Kausalrelation durchaus mit hoher Wahrscheinlichkeit bei diesem faux-pas beginnt, dadurch auf den Freitagabend ne halbe Stunde im prasselnden Regen stand. Und wenns hier regnet, REGNETs! Nich so pipi wie bei uns. Immerhin gabs dann noch ne nettbeleuchtete Wolke, die quasi davon übergeblieben ist zu sehen.

Popowolke im Sonnenaufgang

Außerdem hatte der Regen, wie schon die ganze Woche, am nächsten Morgen den Vorteil, dass die Berge ziemlich klar im Sonnenaufgang zu sehen waren. Wegen jetlag oder so waren wir dann auch gegen sieben wach, sodass ich das noch festhalten konnte. Eigentlich war ja der Plan, die Damen zum Sport abzuladen und dann noch fotografieren zu fahren, aber als sich die Uhr dem Glockenschlag näherte, stand die Sonne schon zu hoch und es lohnte nicht mehr. Da eh noch meine Sportsachen im Kofferraum war, bin ich dann tatsächlich mit und war zum ersten mal in meinem Leben Punkt 8:00 Uhr im Fitnessstudio. Gesund kann das nicht sein.

allet Marijuana da unten

Danach denn wieder so’ne folterartige Einkaufstour in der Angelopolis-Mall, nach der mir so komisch im Magen war, dass ich nicht mal mehr Bock auf die Beer Factory und ihr leckeres Bier+Aracherra hatte. 🙁

Dann beim verlassen des Costcos, wo Matthias sich/uns ne Kaffeemaschine (komischerweiße ist es so nah an 3 Kaffeeanbaugebieten echt schwer an guten Kaffee zu kommen!) und ich mir/uns nen 24er Bier mitgenommen haben, wieder so’n ekeliger, tropischer Regenguß, der auf ein neues die Luft klar und die Landschaft wunderbar grün gemacht hat.

Calabaza, Orange, Limette

Sprich, Samstag war nich viel los. Allerdings wollte ich noch kurz zeigen wie sich das Orangenbäumchen im Garten hier weiterentwickelt hat. Waren die Früchte (Mitte) letztes mal noch genauso klein wie die Limetten am nächsten Bäumchen (rechts), sind sie nun zirka eine Hand voll groß und eigentlich auch essbar. Zumindest habe ich noch keine Insektenbeine oder weitere Behaarung jener ausgebildet.

Das links ist irgendsoein kleiner Kürbis, der vom Nachbarn Jaime rübergeflattert kam. Der dient aber glaube eher zu Dekorativen Zwecken.

Ich sag ja, wenns hier regnet, dann REGNET ES!

Achja, zu unserer Rückkunft mussten wir feststellen, dass der Regen sprichwörtlich das Zelt in die Knie gezwungen hat, unter dem wir am ersten WE noch so schön gebruncht haben.

Charles en Tanagra, wie bei The Next Generation

Am Sonntagmorgen war dafür wieder f*tzengeiles Wetter, sodass wir direkt mal wieder planmäßig mit Nachbarns gebruncht haben. Diesmal allerdings im direkt am Fracc gelegenen Hotel Calandrias, wo es neben nem umfangreichen (und leckeren!) mexikanisch-us-amerikanischen Buffet auch die lokale Spezialität „Chiles en nogada“ gab, was mit Hack gefüllte (Glaub ich zumindest.) Chilischoten mit soner Teigummantelung, Nußsoße und Granatapfelkernen oben drauf sind. Mir war das ja irgendwie zu süß, ich hätt lieber sone schön salzige, fettige, gefüllte Paprika mit Bratensoße gehabt, aber es gibt wohl auch Leute, die sich darin zu Bett legen würden.

Frau Pfau

Das Hotel ansich war auch sehr, sehr schick und es gab dort desweiteren auch Pfauen. Die haben wir allerdings nicht gegessen. Sind immer abgehauen, die Viechter.

Der pinke, (aber durchaus dunkle) dunkle Ritter

Eine Bastelecke, in der Kinder Gipsfiguren bemalen und damit Eltern und Verwandten etwas … Gutes tun konnten gab es ebenso. In der Befand sich dann auch die Möglichkeit, dem dunklen Ritter einen neuen Anstrich zu verpassen, dessen Farbpalette ja jetzt eigentlich nicht grade von Sonne und Vergnügen spricht, die ich aber gern von einem kleinen chico so interpretiert gesehen hätte.

we got fun'n games, if you got the money, honey

Vollgefressen wie wir waren, gings dann noch zu Doris und Tassilo, um eine Ersatzkatze für unsere verschwundene in Augenschein zu nehmen.

Immer die Last mit den Tribbles

In meinem gut befüllten Zustand empfand ich in der Nachmittagshitze durchaus Empathie für die kleinen Fellknäuel, da so im Halbschatten einiger Kakteen chillend.

Freitag, bloggen, Bewerbung schreiben

Frühstück Star Trek 11 style, lensflares deluxe

Diese Woche hab ich die Bloggerei ja bißchen schleifen lassen. Das liegt daran, dass einfach nich soviel los war, wie ich ja schon erwähnte. Dementsprechend, falls sich jemand fragt, warum ich gestern Abend (deutscher Zeit) nix über Freitag gebloggt hab: Ihr habt nicht viel verpasst. Freitag sah in etwa so aus:

  • Frühstück auf der Terrasse
  • Blawgposts für Mittwoch und Donnerstag schreiben
  • Mexiko-Bewerbung umschreiben
  • ???
  • Abendessen fahren

Außerdem war gestern Tag des großen Ausflugs, da war ich danach eh ein bißchen zu kaputt, um mir hier noch nen Oscar Wilde aus den Fingern zu saugen. Aber das erzähl ich ja dann im nächsten Post. Wenn ich die 4GB Fotos durchgesehen und editiert hab.

Jeden Pfalz hamwa Freitag Abend mal fein beim Italiener hier in Atlixco schnabuliert, ich hab mir mal wieder ein Negra Modelo gegönnt (für Experimente war ich in dem Restaurant nich zu haben), was wie glaube schonmal erwähnt nach Köstritzer schmeckt und somit meiner bescheidenen Meinung nach ganz lecker ist.

deren Vorstellung von Köstritzer, weniger bitter

Damit ich nicht gar so vom Fleisch falle, denn ich war in den zwei Wochen hier immerhin schon einmal im Fitnessstudio, gabs für mich dann noch ne etwa tischgroße Pizza dazu (das war die kleinere Variante). Mit ein paar Chilis da druff, das gab direkt mal bösen Schluckauf, als ich wagemutig sonen ganzen Schoten-Querschnitt auf einmal verdrücken wollte. Etwa die Hälfte von dem Wagenrad hab ich mir dann als Takeaway verpacken lassen, aber da für Nachtisch immer Platz is, hab ich mir noch paar schöne Crêpes mit Karamelsoße, Nußstücken und Vanilleeis servieren lassen. War relativ dunkel da, deswegen ist das Foto nicht so pralle geworden.

Crêpes ... mjamjam

Man könnte auch denken es wäre Kassler mit nem Kloß oben drauf. Myriam hingegen hatte noch so ein diätfreundliches Stück Schoko-Kuchen bestellt.

genug Kalorien für eine ganze Inuitfamilie

Und weil soviel leckere Sachen essen anstrengend ist, sind wir danach ab nach Hause und ins Bettchen gefallen.

edit: Diese braunen Dinger von neulich sind übrigens doch Zuckerhüte, auch wenn da nix von Zucker aufm Preisschild stand. Ist direkt das Zeug aus dem Zuckerrohr.