Am Ende kommt der Schluss

Ertappt!

Ertappt!

Ihr dachtet schon hier kommt nix mehr wa? Falsch! Wenn ich einmal Cher zitieren dürfte:

This is far from over. You haven’t seen the last of meeee.

Was jetzt allerdings auch nicht so richtig stimmt, weil das hier vorerst wieder mal für eine ganze Weile der letzte Beitrag bleiben dürfte. Wenn nicht gar für immer … woooaahhh.

Mucho platano, mucho mango. Muy bien.

Mucho platano, mucho mango. Muy bien.

Auf jeden Fall konnten wir beim Frühstücken an unserem letzten Tag in Tulum und auch Mexiko für dieses mal den Herren auf dem obigen Bild unter uns am Strand sehen und mir stach sofort ins Auge was da an Verpackung vor ihm auf dem Tisch stand. Kann es etwa … ? Jopp. Es war die selbe 1kg-Packung Matetee, die auch ich mir vor drei Jahren mitgenommen hatte und die immernoch erst halb verbraucht bei uns in der Küche steht.

Ein Anblick zu dem es sich aufzuwachen lohnt.

Wir hingegen ließen uns wieder bei uns auf der Veranda mit Blick aufs Meer von der Morgensonne anbrutzeln und mussten wie immer ein bißchen aufpassen, dass Lily sich nicht durch das Geländer runter auf den mehrere Meter tiefer gelegenen Strand stürzt. Leider schien selbst meine Kamera ein bißchen damit überfordert die Gegenlichtszene in voller Pracht abzubilden, was fürs menschliche Auge keine größeren Probleme darstellte.

Ein letzer von den abendlichen Besuchern, die wir in DE nicht vermissen.

Ein letzer von den abendlichen Besuchern, die wir in DE nicht vermissen.

Wie in einem der vorangegangenen Posts erwähnt war unser Plan für den letzten Tag – an dem abends von Cancun der Flieger zurück nach Berlín ging – aus der Playa X’Canan auszuchecken (wobei ich dem Eigentümer dann endlich noch die zwei Postkarten für meinen Kollegen Benny in die Hand gedrückt hab, auf dass er sie abschickt) von dort mit allem Gepäck zu einem Cenote zu fahren, von denen auch viele auf den knapp 130km nach Cancun liegen, zu baden, luftzutrockenen, weil keine Handtücher mehr, dann nach Cancun weiterzurauschen, die Karre loszuwerden und abends in den Flieger zu schlittern.

Cenote mit Rand

Cenote mit Rand

Schon der erste Punkt im Plan bereitete uns aber leichte Schwierigkeiten, weil wir den Schlüssel zu unserem Zimmer partout nicht mehr wiederfinden konnten. Da zeigte sich wiedermal wie entspannt einen das Leben in der Karibik macht, als ich wissen wollte was da an Kosten auf uns zu kommt, meinte Fabio – der Eigentümer – mit einem freundlichen Lächeln und einer Einstellungen, als wären wir alte Kumpels, wir sollen uns keine Sorgen machen („Llacooob, ¡no te preocupes!“), es würden öfter mal Schlüssel im Sand verschwinden und er müsste die dauernd nachmachen lassen. Als alle Koffer, Taschen und Paddelsack im Auto waren fand sich das alberne Ding in letzter Sekunde dann aber doch noch hinter einer Wasserflasche unter dem Bett. Vermutlich vom Töchterlein da so halb hingespielt.

Jannschön viel grün.

Jannschön viel grün.

Mit dem cenote hatten wir etwas weniger Glück. Ausgeguckt hatte ich mir für den letzten Tag noch Aktun-Chen, der, wenn man so danach googlet, wirklich ziemlich cool aussieht, wie ich finde. Dort angekommen kam aber nur ein Männchen aus einer kleinen Bude, der angezogen war wie ein Ägyptologe aus den 20er Jahren (Ihr wisst schon, diese lustigen Helme und die Kaki-Klamotten) und meinte zu uns Sonntag habe dieser cenote Schließtag, wir sollten morgen wiederkommen. Als ich dann meinte, dass wir schon auf dem Weg zurück nach Hause wären fragte er mit einem Unterton von „na allzu weit weg kanns ja nicht sein, oder?“ wo denn zu Hause wäre und war doch recht überrascht als ich mit „Alemania“ antwortete.

Kamera-Absaufvideo from Jacob Seifert on Vimeo.

Also sind wir wieder rauf auf die autopista, haben einen U-Turn mit quietschenden Reifen hingelegt und sind weiter zum Cenote Cristalino, wo wir ja unsere Trash-The-Dress-Fotos haben machen lassen. Die kannten wir zwar schon, aber während Myriam noch Einzelfotos gemacht hat, hab ich ja beim Schnorcheln auch dort ein paar interessante Unterwasserhöhlenansichten gefunden, die ich gerne mal mit der großen Knipse festhalten wollte. (Die hätte ich ruhig zum Shoot mitnehmen können, aber hinterher ist man ja immer schlauer.)

Für wenige Pesos gings dort rein, wir haben uns schnell die Bademontour angeworfen und an einem der wenigen noch verbliebenen freien Plätze habe ich die Kamera wieder in ihr Gehäuse gebastelt, wie ich es ja nun schon ein paar mal erfolgreich getan hatte. So erfolgreich war ich diesmal aber nicht, wie man im obigen Video sehen kann. Schon nach wenigen Minuten ist mir durch den Schnorchel und das Gehäuse hindurch beim Video-Aufnehmen etwas Seltsames auf dem Display aufgefallen, dass sich dann als Wasser im Dome herausstellte.

Als die Kamera wieder ausgepackt war, sah es erstmal gar nicht so schlecht bestellt um sie aus. Am Boden waren einige Wassertropfen, allerdings ist sie ja auch eine Winzigkeit weit mit Gummierungen abgedichtet. Das Objektiv hatte auch reichlich wenig Nassigkeit am Zoom- und Fokusring vorzuweisen und bei den wetterfesten L-Linsen mache ich mir bei sowas gar keine Sorgen. Bis zu den Kontakten im Akkufach war auch kein Wasser vorgedrungen, was mich einigermaßen hoffnungsvoll gestimmt hat, dass nach 5min. in der Sonne die meiste Feuchtigkeit von dem kohlrabenschwarzen Body durch die karibische Sonne evaporiert wäre und ich sie wieder in Betrieb nehmen kann.

Dem war leider nicht so. Als alles so ziemlich furztrocken schien, habe ich etwas zögerlich den Akku wieder eingesetzt, den Schalter betätigt … und … nüx. Sie ging nicht an. Noch ein schöner Dämpfer, nachdem ich grade wieder Hoffnung gefasst hatte.

Bei genauerem Hinschauen offenbarte sich, dass zwar Objektivbajonett und Akkufach beinah komplett verschont geblieben sind, jedoch das Kartenfach von innen platschnass war. Somit war es dann besiegelt und in mir wollte keine Hoffnung mehr aufkeimen. Ich war regelrecht eingeschnappt und wollte eigentlich nur noch heim.

Letztes Schnorchelvideo from Jacob Seifert on Vimeo.

Ein Glück konnten mich Myriams Worte besänftigen und ich habe immerhin Bennys GoPro noch etwas genutzt, um den interessanteren Höhlenteil des cenotes noch für 30min. etwas zu dokumentieren, bevor wir unsere recht schnell getrockneten Badeklamotten abgestreift, uns in die entspannte Karibikkluft geworfen und den Weg zur Autovermietung in Cancun angetreten haben, die – wie sollte es anders sein – natürlich nicht wie beworben direkt am Flughafen die Autos entgegen nimmt, sondern eine halbe Stunde weiter nach Cancun rein irgendwo hinter einer Ausfahrt, am Platz von Juáres, hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen.

Und ich hatte mich am Flughafen schon so gefreut endlich aus dem mexikanischen Verkehr raus zu sein. So aber haben wir noch eine Runde dort hin und mit dem Minibus-Shuttle wieder zurück gedreht. Ein Glück hatten wir ja jede Menge Puffer eingeplant.

Am Flughafen hat uns noch der freundlichste Air-Francia-Mitarbeiter der Welt unsere zwei Koffer mit Übergewicht netterweise durchgehen lassen, weil Lily ihn bezirzt hat und so konnten wir ganz entspannt einen von unseren letzten Pesos gekauften Milchshake zwischen den ganzen Amis schlürfen, bevor es kurz nach acht mit einer völlig müden Lily auf den zum Glück (mehrere Stunden) kürzeren Rückflug in die Heimat zuging, den Lily teilweise sogar in der offiziell vorgesehenen Babyschale verbracht hat, die uns die Stewardessen erst mehrmals anbieten mussten, weil wir uns einfach nicht vorstellen konnten, dass das Kind in so einer Umgebung abseits von seiner Mama schläft.

Katamaranfahn

die Nachbarn

die Nachbarn

Unseren vorletzten Tag in Tulum sind wir wie geplant ganz gemütlich angegangen. Schließlich hatten wir auch nichts weiter vor, als einfach noch die Karibik zu genießen.

dfhsdfhdhfdh

Ein Haus auf dem Dachfirst eines weiteren Hauses?

Wie inzwischen üblich, haben wir auf der überaus duften Terasse gefrühstückt und dann da noch in meinem Fall ein bißchen mit Laptop aufm Schoß und bißchen Mucke rumgelümmelt, während Lily um uns rumgekrabbelt ist.

Springbreaker noch am Pennen

Springbreaker noch am Pennen

Etwas später am Morgen, nach einigem Rumgelungere auf dem Terassensofa, konnte ich unter Aufbringung meiner gesamten Willenskräfte den Weg die Treppe runter zum Strand hinter mich bringen und mal ein paar Fotos von dem seltsamen Nachbarhaus schießen, das uns seit unserer Ankunft nach der Hochzeit verwundert hat.

such fluff, many puff, wow

such fluff, many puff, wow

Aber so seltsam wie es gebaut war muss man eine sagenhafte Aussicht aus dem Obergeschoss gehabt haben, schließlich war es das höchste Gebäude in der Umgebung und wie man sehen kann ragt es auch über die Palmenwipfel hinaus.

Ma hätte ja ooche ma die sozialistischen Genossen in Kuba besuchn gönn!

Kurz wieder in den kühlenden Schatten der Terasse geflüchtet ist mir eingefallen, dass ich ja wie immer die Schulterklappe von der Uniform von Bens Opa in der Seitentasche meiner Fototasche dabei hatte.

Krumme Palme

Krumme Palme

Und wenn man schonmal in so einer feinen Umgebung ist, kann man auch mal paar Fotos machen, auf dass es dem Ben gefalle. Eigentlich hatte ich mir auch einen Task ins Handy gesetzt, ein paar Sachen schonmal in Vorbereitung für BastlerZ.de zu filmen. Wieder in Berlin ist mir aber aufgefallen, dass der Task einen Monat zu spät terminiert war. Merde!

Kann man sich den ganzen Tag angucken.

Kann man sich den ganzen Tag angucken.

Im Anschluss an die Knipserei wurde die Klappe wieder sorgfältig verstaut und wir sind in unser kleines, zwischen den Palmen geparktes Auto gestiegen, um mal eine Rutsche zum Chedraui zu fahren.

<3 Tulum ... Wo doch die Unterkunft eigentlich Playa X'canan heißt.

Ein halbwegs brauchbares Restaurant in Strandnähe zu finden, das nicht gleich Apothekerpreise für ein paar Chalupas aufruft ist nämlich wie anderswo schon beschrieben gar nicht so leicht. Vorallem da auch nicht alles bei Google Maps eingetragen ist, geschweigedenn eine genaue Adresse hat, sodass man irgendwelche Anfahrtskarten per Hand vergleichen muss.

Mietet euch maln Auto, ihr Hippies!!

Mietet euch maln Auto, ihr Hippies!!

Aber wir hatten ja unseren festen Einkauf bestehend aus Softdrinks, Fertigessen von der Theke, Knabberzeug und Keksen, (und trotzdem 5kg abgenommen im Urlaub, ha!) der uns durch den Tag gebracht hat. Für die Fahrt wurde auch mal die GoPro mit dem Saufgnapf – der ja leider nicht ans Kayak ging – an der Windschutzscheibe befestigt und durfte kopfüber die gesamte Fahrt aufzeichnen, weil Myriam das gerne mal haben wollte. Schadet ja auch nix.

Punta Piedra

Punta Piedra

Mit dem Video kann man jetzt nicht unbedingt viel anfangen, schon gar nicht als Außenstehender – ich selbst aber auch nicht wirklich – aber wenn man das Ganze mal ein bißchen rafft, sagen wir so auf 3% der ursprünglichen Länge verkürzt, dann klingt das Anbringen des Kamerasaugnapfs und die Motorengeräusche beim Beschleunigen ziemlich wo ein ferngesteuertes Auto aus Plastik.

Bei deutschen Polizeikontrollen wird mir ja schon mulmig, aber bei mexikanischen seit Acapulco ... heieieiei

Bei deutschen Polizeikontrollen wird mir ja schon mulmig, aber bei mexikanischen seit Acapulco … heieieiei

Außerdem kann man hören wie auf den langen Strecken das Motorröhren deutlich abnimmt. Big-Data-Emergenz? Ein Datenpunkt ist jedenfalls gewonnen. Ob das nun für neue Informationen ausreicht sei dahingestellt.

Unterwegs sind wir abseits von der stationären Kontrolle an der Punta Piedra noch in eine andere Polizeikontrolle geraten, wo aber nur der Transporter vor uns rausgezogen wurde. Wobei in Quintana Roo wahrscheinlich auch nichts in Richtung Acapulco geschehen wäre. Der Staat hat den Ruf seine Touris nicht vergraulen zu wollen. Es wäre aber auch bißchen dämlich die abgebrannten Strandurlauber für eine kleine propina rauszuziehen, anstatt diejenigen, die an den drei Automaten im Chedraui gezockt und die Taschen wieder voller Geld haben.

Mail am Strand: "Uns gehts gut Mutti, mach dir keine Sorgen!"

Mail am Strand: „Uns gehts gut Mutti, mach dir keine Sorgen!“

Mit Softdrinks und ein paar Flaschen voll Sahne und Zucker mit nem Tropfen Kaffee drin ausgestattet haben wirs uns zurück bei unserer Hütte am Strand gemütlich gemacht, während Lily an der Möblierung entlang um uns herum getapst ist. Nachdem wir dort ein Weilchen gesessen hatten kam Fabio – der Eigentümer – vorbeigelaufen und war offensichtlich in Richtung Katamaran unterwegs. Weil es ja unser letzter Tag war und Myriam das die Tage vorher schonmal selber vorgeschlagen hatte, hab ich ihn im Vorbeigehen spaßenshalber gefragt, ob sie auch Passagiere mitnehmen. „Klar“ sagt er, „ich fahr nur eben mit meiner Frau raus und danach können wir ne Runde drehen!“ Super Typ.

Hab ich mir also zum ersten mal an dem Tag die Badegarderobe angeschmissen, schnell noch ne neue Batterie in die GoPro gemacht (weil die ja dauernd alle waren) und dann hibbelig drauf gewartet, dass die wieder an Land kommen und ich mit aufs Boot hüpfen darf.

Vielleicht eine halbe Stunde später winkte Fabio mich dann von der Veranda und wir haben zu dritt den Kat wieder ins Wasser geschleift, was gar keine so leichte Aufgabe ist – und  kaum schwamm das Ding war es auch schon Zeit aufzusteigen. Dank des ja beinah immer in Tulum vorhandenen Windes haben wir auch relativ schnell Fahrt aufgenommen, wobei ich dann noch ziemlichen Bammel hatte. Hab sowas vorher ja auch noch nie gemacht. An nem richtigen Segelboot ist ja doch etwas mehr dran, da hat man nicht so eine Nähe zum Wasser, was unter einem hinwegpeitscht.

Hinter dem Kamm einer etwas größeren Welle hat es mich gleich mal nach vorne aufs Netz geschleudert, sodass ich von einem Moment zum nächsten 1,5m weiter vorne als vorher saß, weil sich dank unserer Gewichtsverteilung die beiden Spitzen der Schwimmkörper ins Wasser gebohrt hatten und wir eine Vollbremsung hinlegten. Trotz meiner Bemühungen habe ich diesen Moment nicht in den Aufnahmen von der GoPro wiedergefunden, die ich mir wie ein Pleppo auf die Stirn geschnallt hatte – zur Belustigung meiner Gefährten, denen das Konzept anscheinend neu war.

Danach konnte ich die Fahrt so langsam genießen, musste aber doch die Corona light ablehnen, die mir Fabio und sein Skipper anboten, weil ich ja später nach Frau und Tochter zu kutschieren hatte.

Da habt ihr hier ja janz schön viel Jejnd.

Da habt ihr hier ja janz schön viel Jejnd.

Später wollten wir nämlich noch nachholen, was wir mit Jens zusammen ein paar Tage vorher nicht ganz geschafft hatten: Von der Sunset lounge einmal den Sonnenuntergang überm Dschungel sehen und dabei einen Cocktail trinken.

Vielleicht wird auch gar nix zu sehen sein?

Vielleicht wird auch gar nix zu sehen sein?

Dafür sind wir wieder zu Mateo’s Grill gefahren, die das ja mit ihrem Naturholztürmchen explizit anbieten und günstigerweise auch gleich wie der Name schon sagt ein Restaurant am Fuße des Aussichtsturms betreiben.

Quack!

Quack!

Als der Kellner unsere Getränke brachte – was wie jede kleinste Bewegung dort den ganzen Turm zum Erbeben brachte – waren wir etwas konfus. So schlecht war doch unser Spanisch doch noch nicht, dass wir Myriam zwei Erdbeermargharitas bestellt hatten?! Nein, wir hatten nur den „2 zum Preis von 1“-Abend erwischt!

Ah, da kommt ja doch noch was!

Ah, da kommt ja doch noch was!

Gab es also für mich doch bißchen Cocktail, wo ich doch mit meinem Mischsaftgetränk eigentlich alkoholfrei bleiben wollte. Neben uns unterhielten sich ein paar etwas struwelig-beach-bum-mäßige Amis über Grundstückkäufe in der Region und man bat uns an mit meiner Cam mal ein Familienfoto von uns zu knipsen. Das war so mittelerfolgreich.

und wech

und wech

Die letzten Minuten bevor die Sonne weg war wollte ich auch nochmal in bewegt festhalten, musste dabei aber auf die Stabilisierungsfunktion meiner Videoschnittsoftware hoffen, weil wie gesagt bei jeder Bewegung die ganze Lounge erzitterte, sodass man eigentlich bißchen Schiss hatte, dass das Ding gleich zusammenkracht, wenn da schon 10 Leute drauf rumtrampeln.

Sunset in Tulum from Jacob Seifert on Vimeo.

Aber dafür könnt ihr nun mit den Sonnenuntergang angucken. Die ganzen glorreichen 2min. bis das Dingen weg ist. Inklusive entferntem Musikgebummere und unserem Gequatsche, so ihr geneigt seid.

Nochmal Akumal

Grasen

Grasen

Zwei Tage hatten wirs noch vor uns hergeschoben, dann haben wir uns gesagt „So, muss jetzt langsam mal sein!“ und sind wieder mit dem flinken, kleinen Crossfox nach Akumal gedüst.

Schluck Luft

Diesmal wussten wir ja zum Glück auch gleich wo wir von der autopista abfahren mussten und wie es am schnellsten an dem komischen Baracken vorbei zum Strand geht.

Leute werden so ungern beim Essen fotografiert.

Tatsächlich haben wir unter dem selben Sonnendach wie letztes mal mit Jens (und ich glaube auch 2012?) einen Platz gefunden wo wir uns breitmachen konnten.

Wie heißen diese Viecher denn eigentlich?

Immerhin haben wir ja ne große Tüte mit Handtüchern, Badesachen und Futter und Getränken für den Tag dabei gehabt, meinen Packsack voll mit Schnorchel, Aquaschuhen und UW-Gehäuse für die 5D III und die Fototasche dazu. Der Moment in dem man das alles ablegt ist schon sehr befriedigend, auch wenn die roten Striemen auf der Schulter noch wesentlich länger (der Erfahrung nach mehrere Tage) bestehen bleiben.

Du isst jetzt deinen Spinat auf!

Wir hatten dann recht schnell ausgehandelt, dass ich als erstes Schnorcheln gehe, während Myriam auf Kind und Habe aufpasst. Da ich es bislang gar nicht in Verwendung hatte, hab ich zum ersten mal das für den Urlaub neu gekaufte, stabilisierte (ein Traum!) Makro ins Unterwassergehäuse eingebastelt und an die Kamera geflanscht, um mich mal ein bißchen mehr den bunten Fischen am Riff zu widmen oder vielleicht mit viel Glück auch mal eine Nahaufnahme von so einer Schildkröte zu bekommen.

Sehen ja schon sehr witzig aus, finde ich.

Sehen ja schon sehr witzig aus, finde ich.

Das ganze Gedöns zusammengebaut hat natürlich wiedermal einige Blicke auf sich gezogen, als ich dann endlich damit ins Wasser gestapft bin. Und – wie oben zu sehen – was begegnet mir natürlich längst bevor ich zum Riff rausgeschwommen bin? Haufenweise Schildkröten!

Gewitterchen

Gewitterchen

Für die war ich natürlich falsch ausgestattet mit der langen Linse. Aber was solls, man hat eh immer das Falsche drauf, da wird es unter Wasser ja nicht besser sein. Leider ist es allerdings so, dass die Schildies beim Mampfen ganz schön rumschmutzen und deswegen das Wasser um sie rum sehr trübe ist vor lauter Sand und aufgewirbelten Partikeln. Da ist es dementsprechend schlecht, wenn man auch noch weiter weg sein muss, um sie überhaupt ins Bild zu bekommen.

Imognimmer.

Imognimmer.

Also bin ich für meine Verhältnisse recht zielstrebig weiter zum Riff gepaddelt, gehandicappt wie man mit dem dicken Plastikklops nunmal ist.

Inzibinzifisch

Inzibinzifisch

Dort die Schwimmtierchen abzulichten hat sich trotz – oder gerade wegen – grandioser Technikausstattung auch nicht gerade als leicht erwiesen, denn mit dem Makro ist man zwar verhältnismäßig nah dran am Subjekt, allerdings ist auch die Schärfentiefe recht knapp bemessen und jede Bewegung haut einem potentiell sofort das Motiv aus dem Bild, das durch den Schnorchel eh schon etwas schwer zu finden ist.

Völlig unauffällig

Völlig unauffällig

Das ist ja an Land schon manchmal problematisch, weshalb man sich bei starkem Wind das Rausgehen mit Makro fast sparen kann, aber im Wasser wird ja nicht nur das Motiv durchgewackelt, nein man selbst ist ja auch den Strömungen und Wellen ausgesetzt und wackelt in Zeitlupe vor sich hin.

Glibberzeugs

Glibberzeugs

Das aber im Bereich von etwa 50cm plus-minus, wo dann ein stabilisiertes Makro auch nicht sonderlich viel hilft. Außerdem muss man noch aufpassen, dass man nicht selber irgendwo gegens Riff getrieben wird und am Ende noch mit der Seite schön in einen Seeigel reinkracht, während man versucht irgendein kleines, buntes Fischilein scharfgestellt zu bekommen.

So eine hab ich damals auch fotografiert!

So eine hab ich damals auch fotografiert!

Dafür hab ich die Kamera letztlich wie eine Kompakte benutzt und nur auf Armlänge gehalten noch durch den Sucher gelukt, um trotzdem den besseren Autofokus mit runtergeklapptem Spiegel nutzen zu können, ohne den man erstmal ein bißchen aufgeschmissen ist.

Bladerunnerfisch

Bladerunnerfisch

Ich bin aber auch recht spät erst wieder auf den Trichter gekommen, dass man ja mal bißchen abblenden könnte, um etwas mehr Schärfentiefe zu haben, aus der die Fische dann nicht so schnell rauswackeln. Irgendwas passiert im Gehirn, wenn ich mit der großen Kamera ins Wasser gehe.

Dicker Brummer

Dicker Brummer

Etwas leichter gemacht hats mir immerhin der dicke Geselle hier, der ganz gemütlich über ein paar Steine geschwommen kam und dann seitlich beidrehte, um sich am Riff entlangtreiben zu lassen. Das und seine etwa 30cm Länge haben mir dann auch mal ein bißchen brauchbares Videomaterial verschafft, wo vorher entweder die Fische immer unscharf (ja … abblenden … 1/30s Belichtungszeit reicht ja für Video eigentlich) oder gar nicht mehr vorhanden waren sobald ich die Aufnahme gestartet hab.

Fast so gut wie unsichtbar

Fast so gut wie unsichtbar

Ebenso der hier in diesem Suchbild gut versteckte Fisch, der sich dort in völliger Sicherheit vor mir wähnte.

Rückendeckung

Rückendeckung

Nach zich vergeigten Versuchen hats auch mal mit ein paar Viechtern oben über den großen Felsen, relativ knapp unter der Wasseroberfläche geklappt, wie hier.

Filalisch

Filalisch

Dessen aber irgendwann überdrüssig habe ich mal ein paar von den filetreicheren Fischen hier vor die Linse genommen, die vorher irgendwie immer am Rande meines Sichtfelds zu sein schienen und im Transit zwischen zwei bewachsenen Felsen immer ein paar Bissen Seegras mitgenommen haben.

*Formel-1-Auto-Geräusch*

*Formel-1-Auto-Geräusch*

„Kann ja so schwer nicht sein, die Möpse da mal zu erwischen!“ dachte ich. Naja und wie solls anders sein, kaum dreh ich die Kamera da hin, zerstreut sich der ganze Schwarm und das Seegras kratzt mir stattdessen von der Strömung landeinwärts getrieben an Ohren und Nacken herum.

Könnt ich ja beinah stolz drauf sein.

Könnt ich ja beinah stolz drauf sein.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich ja mit Jens zusammen recht gut an das blöde Kraut gewöhnt, aber die kleinen Haken da dran kratzen schon unangenehm. Ein paar Versuche später bin ich wieder etwas von der hereinkommenden Meeresströmung weg und habe mich wieder den substantielleren Teilen gewidmet.

Issornet scheyn?

Issornet scheyn?

An der Grenze von Riff zu Meer mischen sich sowieso das Wasser aus der Bucht von Akumal und das kältere, salzigere(?) Wasser von weiter draußen, sodass die Sicht durch ein starkes Flimmern eingeschränkt ist, wie das „fata morgana“-artige Flickern über dem Straßenasphalt an einem heißen, schwülen Tag. Da sagt sich der Autofokus dann auch gute Nacht.

Vorsteggor

Vorsteggor

Dann lieber doch einfach nur das Gewackel und zum Glück auch mal paar größere, interessante Fischchen, die es einem nicht ganz so schwer machen.

Ganzgesichtveilchen

Ganzgesichtveilchen

Slider auf Anschlag

Slider auf Anschlag

Er hat tatsächlich ein paar Zähne!

Er hat tatsächlich ein paar Zähne!

Diesen öfter erfolgreichen Versuchen folgend habe ich mich doch mal besonnen, dass die Sanduhr auch unterwasser tickt und ich ja ne Frau und ne Tochter habe, die am Strand auf mich warten.

Isn?

Isn?

Als mir das in den Sinn kam, nagte allerdings auch schon der Verdacht an mir, dass ich etwas zu länge in der Brühe rumgepaddelt sein konnte, als dass ich auf einen warmen Empfang hoffen dürfte.

Ein Lovecraftscher Alptraum

Ein Lovecraftscher Alptraum

Auf dem Rückweg zum Strand kam mir allerdings noch die ein oder andere schöne Kelonie vor die Linse und dann noch dieses Tentakel-Glibberzeug an dem Betonquader hier, das mich zugleich fasziniert hat, als auch mit ziemlicher Sicherheit die nächsten Tage sanft in der Strömung wabernd durch meine Alpträume glibbern würde.

Man kennt sich.

Man kennt sich.

Weniger fürchterlich fand ich den Kollegen, der sich hier unter einem Boot versteckt. Obwohl der doch ganz passable Hauer hat, wie man auf dem Foto dank Sand und Algen leider nicht erkennen kann (im wackeligen Video dafür umso besser). Ein ordentliches Vampirfischfoto ist uns aber schon damals vor drei Jahren gelungen. Ob das wohl sogar der selbe war? Groß genug war er auf jeden Fall.

OMG ist das ... etwa ... ein Sofakissen??

OMG ist das … etwa … ein Sofakissen??

Direkt neben dem Boot auf dem Grund schaukelte irgendwas Zerfetztes hin und her, das durch die Schnorchelbrille zunächst nach einem zerfetzten Vogel aussah. (Sand und Algen, wie gesagt) Was es um so metaliger erschienen ließ, als sich auf einmal eine recht große, ältere Schildkröte (man beachte den Bewuchs auf den Schultern) darauf gestürzt hat und anfing mit ihrem Schnabel recht unsanft noch mehr Fransen abzurupfen. Bei genauerem Hinsehen bin ich aber zu dem Schluss gelangt, dass es wohl irgendwas ist, was vom Boot gefallen ist.

Schwachstelle: Knietiefes Wasser *gasp*

Schwachstelle: Knietiefes Wasser *gasp*

Von dieser grausamen Szene der Zerstückelung völlig zerrüttet bin ich letztlich mal relativ schnurstracks zum Strand, wo ich beim nixengleichen Auftauchen mal noch ein Foto von den ganzen Horsts in ihren Rettungswesten machen musste, die sich beinah ausschließlich im knie- bis bauchtiefen Wasser rumgetrieben haben. Und das waren größtenteils Erwachsene. Die Kids kamen auch ohne klar und sind simplerweise da geblieben wo sie noch stehen konnten. Ein paar Wenige wurden unter Anleitung auch mal zusätzlich mit Schwimmnudeln und allem möglichen Krams ausgerüstet weiter raus geführt, wo das Wasser klar ist und man auch mal ne Schildkröte sieht.

Die fanden dass dann gar nicht gut, als ich denen vor die Fuchtel geschwommen war, weil ich grade völlig in meine Aufgabe versunken filmend einer Schildkröte hinterhergepaddelt bin.

Bei diesem Fisch sagt sich die Kamera nur „Does not compute!“

Am Strand habe ich ein klein wenig verdiente Schimpfe – und mitgeteilt bekommen, dass ich inzwischen zwei Stunden meinen Spaß im kühlen Nass gehabt hatte. Ähh jo. War mir jetze gar nicht mal so aufgefallen *ahem*.

Tripfish

Tripfish

Das nächste Stündchen hab ich mit Lily unter dem Palmen-Pavillon verbracht und ein bißchen unsere Vorräte dezimiert. Nach 2h Hundepaddeln mit Kamera im Gehäuse hatte ich auch entsprechend Knast.

Wary Schildkröte is wary.

Dann noch eben vom Makro auf das 16-35er gewechselt – bzw. naja, mit dem UW-Gehäuse nimmt das ja doch bißchen Zeit und Geschick in Anspruch -, um wieder weitwinkelig für Schildkröten gerüstet zu sein (vom Riff hatte ich ja erstmal genug) und als Myriam ihren Schnorcheltrip beendet hat bin ich trotz späterer Stunde und langsam schwindenen Sonnenlicht auch nochmal ins Wasser gehüpft.

Lass mich!

Die geplantermaßen kurze Schwimmrunde erwies sich ziemlich schnell durch dieses kleine Suppentier auf den oberen drei Fotos als lohnenswert, das in eher flachen Gefilden graste.

Echt jetz.

Am Riff bin ich – wie man an dem blau-schwarzen Minifisch sehen kann, den die D10 mit ihrem Unterwasserfarbmodus nicht ganz so aufgeputscht hat – auch nochmal gewesen und war natürlich sofort falsch ausgestattet mit WW statt Makro.

Warum muss ich an die Möwen von Madagascar denken?

Die Schildkröte ist dann zwar recht bald abgehauen, nachdem ich ein paar mal zu ihr untergetaucht war, aber diese komischen Fischchen mit dem spitzen Schnabel haben anscheinend als einzigen Anspruch, dass jemand ein bißchen am Boden rumwühlt, damit sie sich irgendwelche Sachen aus dem aufgewirbelten Sediment schnappen können.

Schnabelhagel

Ob das echte Wassertiere oder Leute mit Kameras sind war denen reichlich egal. Das hab ich zu meinem Vorteil genutzt und habe einfach mit meinen Schuhen ein bißchen am Boden rumgewühlt, um wenige Sekunden später aus dem Stand unterzutauchen und ein paar Fotos von den Viechtern zu knipsen. Einfacher könnte es kaum sein. Und dabei hab ich mich beim letzten mal so angestellt, mal ein ordentliches Foto von denen zu bekommen!

Ach du liebes Lieschen!

Ach du liebes Lieschen!

Als sich der Reiz des Neuen abgenutzt hatte, konnte ich mich tatsächlich durchringen, mich wieder in Richtung Strand zu begeben. Jedoch erhob sich auf dem Weg dahin noch dieser obige 2m-Kavenzmann mit den Punkten aus dem sandigen Boden und war mit einem mal für mein Dafürhalten viel zu sehr an meiner Person interessiert.

edit: Ein Ausschnitt aus der Rochenbegegnung in bewegt

 

Immerhin lief grade die Kamera im Videomodus, also immerhin würde man herausfinden warum unser Kind ohne Vater aufwachsen muss – ja für einen kurzen Moment dachte ich wirklich ich gehe den Weg des Crocodile Hunters. Ich hab versucht eher wild und sicherlich dementsprechend unkoordiniert paddelnd die Kurve zu kratzen, währenddessen die Kamera noch seitwärts dem Rochenbiest entgegensah, das mich in seiner Orientierung und mit seinem Blick verfolgte, zum Glück jedoch nicht hinterher geschwommen kam. Dessen habe ich mich alle paar Schwimmzüge versichtert. Nicht, dass der doch noch hinter mir herkommt während ich grade nicht hingucke! Ein Glück kam dann zwischen uns hindurch ganz gemütlich eine größere Schildkröte gepaddelt, die seine Aufmerksamkeit vorerst auf sich zog.

Oh Scheiße, oh Scheiße!

Oh Scheiße, oh Scheiße!

Diesmal ehrlich erschüttert bin ich nach nur einer knappen halben Stunde Schnorchelei ein paar Minuten später an einer von Bojen gehaltenen Leine angekommen, die anscheinend das Ende des Planschbereichs markierte. Das pipiwarme Wasser war natürlich auch ein Indikator.

Okay na denn.

Okay na denn.

Dort schnell den Schnorchel abgenommen und erstmal tief durchgeatmet, da sprach mich auch schon ein Mexikaner neben mir an, der wie eine Mischung aus Rockstar und Surfer wirkte, was das für ein Ding sei, das ich mit mir rumtrage. Mein Spanisch hatte mich ja schon länger verlassen, aber trotzdem haben wir es irgendwie geschafft drauf zu kommen, dass es eine „Kiste“ für die Kamera ist. Ich solle mal diesen coolen, riesigen Rochen da hinten fotografieren meinte er. Er hatte den wohl auch grade gesehen, dann aber Angst bekommen und ist lieber an Land geflüchtet, was so gar nicht zu seinem Aussehen passte, aber mir gings ja genauso. Wir haben uns freundlich verabschiedet und sind jeder unserer Wege gezogen. An Land.

Tag ausklingen lassen

Tag ausklingen lassen

Zurück in der Playa Xcanan haben wir drei es uns auf den nach Sonnenuntergang inzwischen leeren Strandliegen gemütlich gemacht und ich habe dort auf den Schock erstmal ein Barrilito gezischt, während wir beraten haben, was wir die zwei verbleibenden Tage wohl noch tun werden und Lily um uns rumgeturnt ist.

Diese Latschen fliegen schon first class, dank der Bonusmeilen.

Diese Latschen fliegen schon first class, dank der Bonusmeilen.

Natürlich durfte ich mir nochmal was anhören für die 2h Planschaktion und Myriam hatte dementsprechend keine Lust auf weitere solcher Ausflüge. Von Akumal hatte ich ja aber auch selber genug nach meiner Nahtoderfahrung und so haben wir uns geeinigt den folgenden Tag einfach an und um die cabaña zu verbringen und am letzten Tag auf dem Weg zum Flughafen nochmal in einen mit Süßwasser gefüllten Cenote zu hüpfen, dann an der Luft zu trocknen (nach Checkout hat man ja keine Handtücher mehr, was bei dem Klima aber auch Wurscht ist) und zuletzt nach Cancun weiter zu düsen, um dort abends in den Flieger zu steigen.


 

P.S.: Zum Schluss noch ein paar Sachen, die Myriam vier Tage vorher, als wir mit Jens da waren, mit der Powershot D10 geschossen hat. (Das ist die kleine Unterwasserknipse, die uns ihr Vater vor drei Jahren mit nach MX gebracht hat, nachdem sich die in Baja California im Walmart gekaufte Kodak als wenig spaßig erwiesen hat) Weiter unten zwei Videos und ein kleiner Hinweis von mir noch.

Tauchgang Anfang

Tauchgang Ende

Getarnt als Putzlappen

Getarnt als Putzlappen

 

 

Und ganz zum Schluss noch die Info, dass ich zum Gran-Cenote-Post noch ein kleines Video geschnippelt und mit Mucke unterlegt habe.

El Municipio

Früher als wie vorher, gestern.

Früher als wie vorher, gestern.

Zum zweiten mal in Folge hab ich mich in aller Frühe aus dem Bett gerissen und bin mit dem Tele auf den Balkon gewatschelt. Einfach als Machbarkeitsbeweis zwei Fotos geschossen und wieder ab ins Bett.

Sonne überlistet

Sonne überlistet

Dieses mal habe ich es sogar noch ein Stückchen früher geschafft wie an der Farbpalette hier zu sehen. Lange liegen bleiben war dank Kind natürlich eh nicht mehr, aber wenigstens nochmal kurz ausruhen eben, wie die Tage zuvor auch.

Kind am Bierschütteln

Kind am Bierschütteln

Lily hat als erstes mal meinen verbliebenen Sixer Barrilito durchgeschüttelt, um dessen Vernichtung ich mich die folgenden Tage selber kümmern musste.

Strandfigur kann ja auch schneemannförmig sein

Strandfigur kann ja auch schneemannförmig sein

Danach wurde wie immer das Frühstück aufm Balkon serviert.

Morgensuppe

Morgensuppe

Von dort aufs Meer blickend haben wir entschieden die zweite Fahrt nach Akumal nochmal zu verschieben, weil doch ein paar mehr Wölkchen am Himmel waren, genau wie am vorangegangen Vormittag. Das macht zwar dem Badespaß nix, aber für UW-Knipserei braucht man jegliches Licht, das man kriegen kann und da ist mit bißchen Wolken schon Essig.

Der Arzt ordnet strenge Bier-Steak-Diät an.

Der Arzt ordnet strenge Bier-Steak-Diät an.

Trotz der ganzen Nutellastullen, Bacon-Cheese-Sandwiches und Arracheras saß mein Ring inzwischen eher lose hab ich ebenso beim Frühstück festgestellt. Wo ich ihn beim Juwelier kaum noch vom Finger bekommen hatte. Wie sollte das dann erst im kalten Deutschland werden, statt Stechpaddel an der Computertastatur, wo die Finger nochmal abschwellen? Da muss was gemacht werden! Definitiv mehr Bier.

Eine Großstadt ist Tulum immernoch nicht grade.

Eine Großstadt ist Tulum immernoch nicht grade.

Um nach Mitbringseln zu gucken und nochmal Postkarten für Benny, der mir seine GoPro geliehen hatte, zu besorgen, sind wir nach einigem gemütlichen Rumhängen auf dem Balkon mal in die Stadt gefahren, wo man dank fehlender Meeresbrise nur noch schwüle Hitze und pralle Sonne hat. Muss man sich vielleicht auch mal geben.

Eigentlich hatten wir das mit den Postkarten ja schon so halb erledigt, jedoch sind dann sowohl die Karten, als auch die dafür vorgesehenen Briefmarken bei meiner Mutter im Gepäck geblieben und so mit nach Deutschland gereist bevor wir da was draufschreiben und sie der Post anvertrauen konnten.

Feines Fresschen

Feines Fresschen

Als wir nach über einer Stunde rumtappsen an der karg von Tourishops besiedelten Haupstraße gerade mal eine schöne Hose für Lily und zwei Postkarten ergattert hatten fiel uns auf, dass langsam auch Mittagszeit ist. Nach kurzer Überlegung haben wir beschlossen einfach beim Bewährten zu bleiben und kehrten wieder bei Don Caféto ein, wo wir ja schon nach unserem Besuch beim Gran Cenote gelandet waren. Schließlich war das Arrachera dort zweifelsohne sehr schmackhaft. Deswegen habe ich mir das auch wieder bestellt und diesmal sogar echt mexikanisch in selbstgerollten Tacos verputzt. Dabei musste ich feststellen, dass mein erstes Urteil über den Inhalt des kleinen Töpfchens da oben in der Mitte des Tellers komplett verfehlt war. Die darin enthaltenen Bohnen mit angebratenem Speck waren geschmacklich ein Knaller! Verdauung hin oder her, davon musste in jeden Taco was rein.

Was gegen die kleine Hitze.

Was gegen die kleine Hitze.

Auf dem Rückweg zum Strand und zur Playa Xcanan wurde der obligatorische Halt beim Chedraui eingelegt und trotz nun fehlendem Kühlschrank mit Kühlfach (unser 3L „Chips Ahoy!“-Chocolate-Chip-Cookie-Eis hatten wir auch noch in der Casa Tranquillo vergessen) haben wir uns mal einen kleinen Becher Cookie-Eis gekauft, der dann die 15-20min. Fahrt im Kofferraum überstehen musste und uns dafür dann auf dem Balkon überm Strand in der Wärme allerbestens gemundet hat. Überhaupt muss man bei sonem Wetter eigentlich Eis essen.

Cäptn der Nußschale

Cäptn der Nußschale

Am Becherboden angekommen hatten sich auch die Wolken komplett vom Himmel verzogen – auch wie am Vortag – aber dann war es auch zu spät nochmal die Dreiviertelstunde Fahrt bis nach Akumal Playa anzutreten und ich bin stattdessen nochmal ne ganze Runde Kayak auf der sehr stillen See gefahren.

Mal bei den Springbreakern vorbei gucken?

Mal bei den Springbreakern vorbei gucken?

Statt dem Stirnband hatte ich mir zum ersten mal im ganzen Urlaub für die GoPro den Teleskopstab in die Badehosentasche (Ja Badehose mit Taschen, sowas gibts, ja ist geil.)  gesteckt, weil wirklich so gut wie gar keine Wellen waren, wo es uns am ersten Tag noch drei mal die Kamera vom Kopf geweht hat und man nachts teilweise die Fenster etwas zu machen musste (!) weil es sonst zu windig und teilweise kühl (!!1) geworden ist.

That's a paddlin'!

That’s a paddlin‘!

Die Sandbänke weiter draußen und das dunkle Gedöhns drumherum wollte ich mir nochmal genauer angucken, weil die kleine Kamera mit dem Teleskopstab ja auch etwas näher ran kommt, als wenn ich sie einfach am ausgestreckten Arm aus dem Bootchen halte. Also habe ich mich kräftig in die Riemen gelegt – bißchen Sport musste längst wieder mal sein – und bin da raus.

Akumal hat mehr

Akumal hat mehr

Dieses mal hab ich auch nicht nur die Felder von dem nervigen Seekraut von vortags gefunden, sondern auch mal ein paar Felsen zwischen wellengepeitschten Dühnen im Sandboden und dort sogar mal ein paar Fischchen! Die waren von über Wasser natürlich nicht zu sehen. Es war immerhin trotzdem noch ein paar Meter tief, geringer Seegang hin oder her.

Plitsch

Plitsch

Deswegen wiederum und wegen der weiterhin brennenden Sonne war ich aber immer wieder versucht, das Stechpaddel abzulegen und mich doch mal vom Kayak ins Wasser zu stürzen, um mal ein bißchen herunter zu tauchen. Aber wer weiß wo das Teil hingetrieben wäre und dann müsste man ja auch von da draußen an die Küste schwimmen.

Das Häusle vom Weg vom Parkplatz aus

Das Häusle vom Weg vom Parkplatz aus

Die Vernunft hat gesiegt und ich bin im Boot sitzen geblieben, hab nur hier und da mal den GoPro-Schlagstock unter Wasser gehalten. Später dann hab ich noch kurz ein paar Fotos auf dem Weg von der Karre zu unserem Zimmer oben in dem Haus da geknipst.

Inventar

Inventar

Dabei durften auch nicht die Hunde fehlen, die die ganze Zeit – wenig angepasst ans Klima – einfach faul im Sand lagen bis ihr Frauchen mal vorbei kam. Das war aber auch das einzige mal, dass wir gesehen haben wie sie sich mehrere Meter am Stück bewegt haben. Sympathische Menschen. Ähh Viechter.

Man könnte ja mal

El pajaro temprano und so.

El pajaro temprano und so.

Wow, ich habs tatsächlich mal geschafft mich zum ersten Morgengekrähe von Lily zu erheben – am 18.3. – die Kamera zu grapschen, Tele ran und ein Foto von der Morgensonne durch die Palmen vorm Balkon zu schießen!

Flatterforhang

Flatterforhang

Hat ja auch nur vier Versuche gebraucht und danach hab ich mich auch nochmal lang gemacht. Lily ist in der Karibik ja immer zu Beginn des Sonnenaufgangs aufgewacht (zum Glück nicht so früh wie bei uns) und war meistens eher mißgelaunt, weil das Klima ihr so gar nichts war. Die Tage vorher bin ich aber immer nochmal weggenickt und dann zu diesen Schlüsselereignissen wieder kurz wachgeworden:

  1. die ersten Sonnenstrahlen kündigen sich am Horizont an *chhhrrr*
  2. eine rote Sonnenscheibe guckt gerade übers Meer *mhh chrarrchhc*
  3. die Sonne steht orange hinter den Wolken *gähn*
  4. die Sonne ballert von weit oben mit beinah voller Stärke

Ist aber auch kein Wunder, weil sich das in den Breiten alles binnen irgendwie 15min. abspielt.

Ekelviech

Ekelviech und nächtlicher Invasor

Als wir uns dann mal richtig erhoben hatten und zum Frühstücken auf den Balkon raus sind sah ich, dass der Käfer, den Jens am Vorabend eigentlich auf Eis gelegt hatte, immernoch etwas zappelte und von kleinen, flinken, angriffslustigen Ameisen belagert wurde, die in ihm ihr nächstes Festessen sahen.

Da hatte ich nix dagegen, weil diese bescheuerten Viechter uns nun schon seit unserem zweiten Abend dort immer wieder belästigt hatten, indem sie entweder auf einen raufgeflogen sind wenn man abends draußen saß oder unbemerkt irgendwie an den (zugegeben eher wenig dichten) Moskitonetzen vorbei ins Zimmer sind, nur um dann am späten Abend im schummrigen Licht meines Laptops ihre Attacke auf mich zu starten, was dann eine Käferjagd im dusteren Zimmer erforderlich machte. Schließlich will man ja auch nicht, dass die großen Viecher einem im Schlaf ins Gesicht fliegen, nachts mit ihrem Gefauche anfangen oder solche Späße.

Blick zu Nachbars rüber

Blick zu Nachbars rüber

Das Käfervieh mit einem Schnipp des Badelatschens entsorgt wie ein echter Bürger der Föderation war erstmal Zeit zu frühstücken und danach habe ich Jens von seiner Unterkunft eingesammelt und das Stückchen in die Stadt gefahren, wo er noch ein bißchen rumtouristen wollten und dann auf zum Busterminal ist, um wieder nach Cancún zu fahren.

der versteckte Balkon

der versteckte Balkon

Auf dem Rückweg bin ich natürlich nochmal zum Chedraui – dem Lebensspender, höchste Instanz und letzter Rückzugsort der Hunger- und Durstgeplagten in Tulum – um das Nötigste für den Tag zu besorgen.

So lässt sichs bloggen!

So lässt sichs bloggen!

Also sprich ne Tüte voll ungesundes Gebäckzeugs und ein paar Asietten von der Fertig-Essens-Theke mit panierter Chili-Hühnerbrust, mexikanischem Reis und so Zeugs. Unser Standard-Überlebenspaket für die Ausflüge der letzten Tage eben. Dazu noch büschen Limo, um sichs auch tagsüber am Strand damit gemütlich zu machen und fertig war die Laube.

Schiefe Palme -> schiefes Foto

Schiefe Palme -> schiefes Foto

Nachdem ich Jens abgeliefert hatte haben wir überlegt, dass man ja vielleicht nochmal nach Akumal fahren könnte, weil wenn schon denn schon.

Schwimmbanane

Schwimmbanane

Irgendwie … haben wir uns dann aber doch gesagt, dass wir auch gut noch nen Tag Pause einlegen können. Hatten ja noch paar Tage Zeit.

Allein auf See

Allein auf See

Also haben wir Akumal auf den nächsten Tag verschoben, es uns erst bißchen am Strand gemütlich gemacht und dann habe ich mir irgendwann die Badesachen angeworfen und mir wieder eins von den Kayaks geschnappt.

Da kommt der Mist also her!

Da kommt der Mist also her!

An diesem Mittwoch war es für die sonstigen Verhältnisse in Tulum regelrecht windstill und es herrschte so gut wie kein Wellengang, sodass ich auch mal ein ganzes Stückchen weiter rausgepaddelt bin. Sonst war ja nischt zu tun. Also habe ich mir mal die weit draußen gelegenen, dunklen Flecken unter Wasser mit der GoPro genauer angeguckt und musste enttäuscht feststellen, dass das einfach nur der Ursprung des ganzen Seekrauts war.

Warum hat das Kayak keinen Anker?

Warum hat das Kayak keinen Anker?

Wobei immerhin auf einem GoPro-Video auch ein paar kleine Fischchen zwischen ein paar dort gelegenen Felsen zu sehen sind. Außerdem hatte es auch so was, die Stille und relative Einsamkeit. Nur recht warm wurde es somit auf dem Kayak, sodass ich mich ab und zu mal mit dem Paddel benetzen musste.

Balkon vom Bloggingplatz aus

Balkon vom Bloggingplatz aus

So bin ich dann bestimmt auch wieder anderthalb Stunden oder so insgesamt eine große Runde zu diversen Sandbänken gepaddelt und hab hier und da mal die kleine Kamera ins Wasser gehalten bis ich dessen überdrüssig wurde und wieder ab zu Myriam und Lily an den Strand bin.

Frau und Kind erwarten

Frau und Kind erwarten

Dort haben wir den Müßiggang genutzt und ein paar längst überfällige Strandfotos geschossen.

Strand vor der Playa Xcanan

Strand vor der Playa Xcanan

Bzw. ich habe so ein bißchen das Drumherum und die Aussicht festgehalten und den Katamaran da links.

gemütliche Teile

gemütliche Teile

Oder auch mal diese gemütlichen Strandkörbe, von denen ich bislang gar kein direktes Foto hatte. Die wurden morgens immer von den Maya-Männern, von denen der eine auch unsere Koffer geschleppt hatte, mit wasserfesten Kissen bezogen, sodass man sich da nach dem Baden zum Trocknen richtig gemütlich reinfläzen konnte. Oder eben auch einfach als Familie mit bißchen den Sonnenschirm hochgeklappt, damit das Kind nicht in der direkten Sonne ist. Schon sehr cool.

die springbreakenden Nachbarn

die springbreakenden Nachbarn

Gen späten Nachmittag hatte dann mal der Katamaran, der immer vorne auf dem Gelände von unseren Hütten stand, seinen angestammten Platz verlassen und wurde grade ins Wasser geschleift.

Ey, wartet ma!

Ey, wartet ma!

Da hab ich mich mit der Kamera schnell in die Reihen der Schaulustigen begeben und hab mit dem geborgten Tele bald genauso viel Aufmerksamkeit erregt wie der Katamaran selber.

16mm Strand

16mm Strand

Als das Teil dann weiter rausgesegelt war habe ich einmal ans andere Brennweitenspektrum gewechselt, das winzige Zenitar-Fisheye angeflanscht und ein bißchen Strand und Palmen in der untergehenden Sonne geknipst.

krumme Palme

krumme Palme

Musste dann aber nach einigen, wenigen Experimenten feststellen, dass es sich nicht so gut für schöne Gegenlichtfotos eignet, weil man dann kein schön gezeichnetes lens flare bekommt, sondern einfach einen hellen Matschfleck übers halbe Bild, wenn die Sonne doch mal durch die Palmenblätter blinzelt.

Zenitar flare/flair

Zenitar flare/flair

Den Rest des Abendlichts haben wir für Fotos von Myriam und Lily genutzt. Die werden – bzw. wurden – aber nur im privaten Lily-Blog ins Internet gestellt.

Tulum Ruinen und Cenote Dos Ojos

Bin ich kopfüber oder sind sie es?

Bin ich kopfüber oder sind sie es?

An Jens letztem vollen Tag in der Karibik hatten wir unser Programm so aufgestellt, dass wir nicht ganz so gemütlich wie sonst eher vormittags zu den Ruinen von Tulum aufbrechen wollten, uns dort ordentlich grillen lassen und dann zum Abschluss nochmal schön in einen Cenote fahren, um uns im unterirdisch gekühlten Wasser von der Hitze zu erholen.

Waltaxi

„Waltaxi“ – Jens

Zu den Ruinen ist es ja zum Glück aus der zona hotelera nicht weit. Man fährt gerade erst auf die Straße Richtung Cancun, schon muss man auch wieder abbiegen. Auf dem Parkplatz dort wird man ja erstmal zugelabert welche Touren man alles buchen kann – und wäre es nicht um Lily, wäre ich ja echt versucht gewesen die lange Tour mit Riffbesichtigung machen zu wollen –  und dann darf man sich an den ganzen Tourifallen vorbeibegeben (oder wie ich für Myriam dort einen Hut kaufen z.B.) und entweder mit dieser bescheuerten Trecker-Eisenbahn oben fahren, was wir letztes mal gemacht hatten, oder den restlichen Weg zum Einlass laufen. Myriam wäre mit Lily in der Hitze im Nachhinein wahrscheinlich lieber gefahren, aber wir haben uns diesmal für Laufen entschieden, weil es uns beim letzten mal dort so albern vorkamen mit den ganzen adipösen Herrschaften von nördlich der Grenze her die 5min. dahin im Schritttempo herumkutschiert zu werden, die man auch gut hätte laufen können.

Eingang nach Tulum

Eingang nach Tulum

Schon beim Kartenkauf war die Hitze ziemlich extrem und allen Anwesenden ronn der Schweiß, aber das waren wir ja von letztem mal gewohnt. Immerhin ist dort noch Schatten – den sucht man an den Ruinen größtenteils vergeblich. Deswegen wohl die erfolgreichen Hutverkäufer.

Hinter einer großen Reisegruppe sind auch wir dann durch den mir irgendwie inzwischen vergrößert vorgkommenden Eingang durch die mehrere Meter dicke Stadtmauer aus den Mangroven heraus in die pralle Sonne an der Ruinenstätte und haben uns so ziemlich als erstes mal einen Quadratmeter Schatten gesucht, um uns zu orientieren.

*brutzel* *knister*

*brutzel* *knister*

Da es sich anbot, sind wir einfach weiter den Weg in Richtung Klippe zur Küste entlang, Richtung des cenotes in der Stadt.

Haus des Cenote in Tulum

Haus des Cenote in Tulum

Der stellte sich als entweder sehr unscheinbar raus oder man sieht ihn einfach über die Absperrung hinweg nicht. Auf jeden Fall soll das oben zu sehen dort das Haus mit dem cenote sein. Dort hab ich mich anschließend in Hoffnung eines lauen Lüftchens hinbegeben, weil es über den Felsen aufs Meer guckt.

Templo del Viento, Tulum

Templo del Viento, Tulum

Davon war leider nicht viel zu verspüren und man war immernoch in der prallen Sonne, aber immerhin haben wir bei der dort herumstehenden Reisegruppe den Satz aufgeschnappt, den ich im Post zum Gran Cenote paraphrasiert habe.

Blick über die Stadt, ich sag ja mit Schatten ist nicht viel los.

Blick über die Stadt, ich sag ja mit Schatten ist nicht viel los.

Dort oben gab es ebenfalls einen Durchgang durch die Stadtmauer, beim Durchqueren dessen musste man sich allerdings ganz schön bücken, um sich nicht den Gulliver anzudengeln. Dahinter war aber auch nichts weiter Spektakuläres, als von Kraut und Schlingpflanzen bewachsene, weitere Felsklippe und ein kleiner Trampelpfad wer weiß wohin.

Frau mit potentieller Handtasche

Frau mit potentieller Handtasche

Das erschien uns nicht weiter spannend, deswegen sind wir zum Fuß des Templo del Viento weitergelaufen, wo es einerseits schön Schatten, ein paar eher große Iguanas und den Blick über die Bucht gab.

Tja Windgott, da hat wohl jemand geschlampt, wenn ich mir mein durchsupptes T-Shirt mal so angucke!

Tja Windgott, da hat wohl jemand geschlampt, wenn ich mir mein durchsupptes T-Shirt mal so angucke!

Letztere wirkte wesentlich unverschmutzter, als letztes mal, wo dort noch die Plastik-Trageriemen von Sixpacks, alte Flaschen und Dosen, Einkaufstüten und allerlei anderer Mist rumlag.

Schildkrötenbucht trotz Touris halbwegs müllfrei

Schildkrötenbucht trotz Touris halbwegs müllfrei

Das lag daran, weil es anscheinend jetzt einen armen Tropf gibt, der den lieben, langen Tag lang ganzen Scheiss einsammeln darf. Ob es sicht nicht anbieten würde da mal ne kleine vigilancia abzustellen, die Strafzettel verteilt oder einfach direkt mit dem Friedensstifter eins auf die Gewürzgurke gibt, wenn man dort seinen Unrat verteilt?

Haus von Halach Uinic, der zwar klingt wie ein tschechischer Radioansager, jedoch Maya-König war

Haus von Halach Uinic, der zwar klingt wie ein tschechischer Radioansager, jedoch Maya-König war

Als wir im Schatten an der Bucht unsere Temperatur wieder ein wenig aus dem roten Bereich gebracht hatten, ging es dann mal weiter Richtung Burg – man muss das ganze ja auch hinter sich bringen.

Baden an der Ruinenstätte find ich ne gute Idee

Baden an der Ruinenstätte find ich ne gute Idee

Zu dem Zeitpunkt waren wir seit ner halben Stunde etwa in der Stadt unterwegs und vor 45min. vom Parkplatz los. Die Vorfreude auf den kühlen Cenote und Neid auf die hinter dem Castillo Badenden wurde immer größer.

Hachjaaa

Hachjaaa

Aber diese Station kann man sich natürlich nicht entgehen lassen, weil dort einfach die beste Aussicht in den Ruinen ist. Entsprechend gedrängelt ist der Weg dort hin und gefragt die Fotomöglichkeiten zwischen Büschen und Palmen, aber nach kurzem Warten kann man dann auch sein Postkarten-Urlaubsbildchen knipsen und wenn mans schafft im gleißenden Licht die Glubscher aufzureißen auch ein Portrait vorm schönen Panorama mitnehmen.

Burgwache

Burgwache

Zwischen Amis, Chinesen (oh Gott, wenn das Mutti wüsste!), Japanern (puh) und hin und wieder auch ein paar Mexikanern hindurch schlängelnd haben wir recht bald einfach nur den Weg zum nächsten schattigen Fleck gesucht.

Ich weiß nicht mehr, was es damit auf sich hatte.

Ich weiß nicht mehr, was es damit auf sich hatte.

Da waren wir uns recht bald einig, dass uns die Ruinen alles gegeben hatten, was sie uns bieten konnten und wir denn mal den Abmarsch antreten würden.

Templo de los Frescos

Templo de los Frescos

Ich bin nochmal kurz zu dem Häusle spaziert, weil ich mich irgendwie von letztem Mal erinnern konnte, dass da was Besonderes war. Bekannt ist es wohl für die vielen Fresken an der Außenseite, die sicherlich irgendwann mal bunt und gut erkennbar waren. Komische Vorstellung eigentlich, dieser gänze gräulich-gelbe Stein mit bunten Farben verziert.

Alder, echt jetz?

Alder, echt jetz?

Da Myriam so mit Lily im Tragetuch langsam der Hitzekoller drohte und das Kind auch nur noch völlig apathisch da drinne hing – Hey, ich bin mal nicht der erste, der vor Hitze umzukippen droht, hurraaa! Was habe ich gewonnen? – sind wir dann auch wirklich raus und haben uns gezwungenermaßen wieder die Latscherei Richtung Parkplatz und Geschäfte gegeben. Dabei kam ein sehr lustiges Bodybuilder-Pärchen an uns vorbeispaziert – er oben ohne in Shorts und sie im Bikini. Bei der Frau war auch schon Plastik-Airbags nachgerüstet worden, was die beiden wirklich zu einem Bild für die Götter gemacht hat.

Bei der erstbesten Theke wurde für Jens und Myriam ein Eis geholt und ich habe mal in die mitgebrachte Wasserflasche tief reingeguckt. Ich bin noch zum Subway rein, wegen des Aguacate-Lovers special, aber als da mal ein Mitarbeiter von draußen reinschneite hieß es sie haben kein Brot. Hm. Meh.

Plitschplatschwuschhh

Plitschplatschwuschhh

Als wir wieder einigermaßen zu was zu gebrauchen waren, haben wir uns ins Auto gesetzt und sind Richtung Norden (Akumal, Cancun) losgetüffelt zum Cenote Dos Ojos. Etwa zwanzig Minuten Fahrt und einen lustigen Retorno weiter winkte man uns ins Empfangsgebäude wo uns dann lang und breit einer erzählte, dass man entweder ein Ticket für den Planschteich vorm Cenote kaufen kann und dann dort tut wie man möchte oder eine Tour bucht für etwa 20€ pro Person, bei der man eine Stunde lang laufen und schnorchelnd durch die Höhle geführt wird, bei den Stalagmiten und -titen vorbei. Eine dritte Option, die für uns passend gewesen wäre, nämlich einfach selber im spannenden Teil Schnorcheln zu gehen, gab es nicht. Zumal mit Lily Schnorcheltour anbieten irgendwie bescheuert ist. Soll die so lange etwa eine Rauchen oder was?

Claim abstecken

Claim abstecken

Kurz hin und her überlegt haben wir die ganze Sache leider abblasen müssen und sind zurück zu unserer Cabaña gefahren, wo Jens und ich noch an bißchen an unseren Skills bezüglich Bodyboard und Kayak raffiniert haben. Die Boards hatten wir uns selber vom Chedraui geholt. 6€ für ein paar Tage Planschespaß muss man dann wohl einfach mal machen, aber man waren das Scheissteile! Total unergonomisch geformt und dann auch noch kaum Auftrieb. Das muss man den Boards bei der Casa Tranquillo lassen, die konnten das ordentlich.

how do i shot web

how do i shot web

Die Kayaks haben dafür wieder umso mehr Bock gemacht und wir sind auch mit den kleinen Stechpaddeln mal bißchen weiter raus gepaddelt, um zu gucken was da ist, bevor uns unsere Wellenritte wieder zum Strand getragen haben.

Die glorreichen Conquistadores der Meere kehren zurück!

Die glorreichen Conquistadores der Meere kehren zurück!

So haben wir uns den letzten Nachmittag von Jens in Tulum um die Ohren geschlagen, dann wie gewöhnlich ein Weilchen auf unseren herrlichen Balkon ausgeruht und sind dann ohne Eile zum Abendessen bei/mit/auf(?) einer Sunset-Lounge – dem dritten Punkt unseres Plans für den Tag – gefahren.

Chillen im Strandkorb

Chillen im Strandkorb

Das war dort, wo wir auch beim letzten mal am ersten Abend futtern waren. Bei Mateo’s Grill. Dort sah es noch aus wie gehabt, überall rotes Licht, mehrere Etagen, nur die flatternden Tücher waren weg. Diesmal war aber auch nicht so heftiger Wind, dass es bis auf diese Straßenseite rübergekommen wäre. Der Service war, bis auf die Begrüßung, auch noch beim Alten – nicht grade der Hit.

Jens hat seinen eigenen Becher mitgebracht, damit er nicht immer alles verschüttet.

Jens hat seinen eigenen Becher mitgebracht, damit er nicht immer alles verschüttet.

Der Plan sah vor gemütlich was zu futtern – durch den Ausfall des Cenotebesuchs hatten wir viel Zeit – und dann einen Cocktail trinkend oben in der Sunset-Lounge zu sitzen, die leider, aber verständlicherweise separat vom Restaurant ist. So ein karibischer Sonnenuntergang am letzten Abend ist ja schließlich auch was Schönes, aber die obere Etage des Restaurants war leider noch nicht hoch genug, als dass man hätte über die Palmen gucken können.

Da das mit dem Essen mal wieder ewig gedauert hat alles – auch wenn der burrito de arrachera wie gewohnt echt lecker war – sind wir dann abwechselnd alle mal vom Tisch weg, um uns das angucken zu gehen als die Zeit ran war. Als wir die Rechnung bekommen haben war es auch schon dunkel und wir haben uns den cocktail geklemmt, sind lieber in unsere cabañas gefahren.

Akumal mal

Die Blumen verabschieden sich

Die Blumen verabschieden sich

Hurra, hurra, der Jens ist da! Der war nämlich noch am selbigen Sonntagabend wieder zurück nach Tulum gefahren, hat also inzwischen eine beachtliche Menge an Erfahrung mit Quintana Roos Busverkehr und war zudem direkt am Montagvormittag wieder zu allen Untaten bereit.

Leicht kommerzieller angehaucht

Leicht kommerzieller angehaucht

Wir beschlossen unser Glück mal mit Akumal zu versuchen, von dem wir uns auch nicht mehr so richtig erinnern konnten wo man da nun am besten von der autopista abfährt. Eigentlich hatten wir den Fotografen Fabrizio gefragt, als der uns zum cenote cristalino gefahren hat für unser TTD-Shoot, wo man am besten rausfährt, um entspannt Schildkröten zu sehen, aber als wir das Schild dann alleine wiederfinden wollten, sind wir – oder bin ich besser gesagt – dran vorbei gefahren, weil es doch so unscheinbar war und wir uns überhaupt erstmal über den Namen gewundert haben, den er eben Italienisch und nicht mayanisch ausgesprochen hat, was mit X vorne und so Spirenzchen bißchen kompliziert wird.

bißchen voller, als Tulum

bißchen voller, als Tulum

Dank vieler Retornos – also Stellen wo man auf der Autobahn wenden kann – sind wir dann recht bald in Rückrichtung unterwegs gewesen und haben dann Myriams Vorschlag folgend der Einfachheit halber die Ausfahrt genommen, die eh als Akumal Strand gekennzeichnet war. Das war dann sogar genau dort wo wir auch vor drei Jahren gewesen sind und es hatte sich nicht viel geändert. Immernoch hässliche, runtergekommene Baracken auf dem Weg vom Parkplatz zum Strand und der ganze Strand unterbetonniert und nur mit komplett gerade gewachsenen Palmen besteckt. Völlig charakterlos.

Wie auch letztes mal sind wir aber schließlich wegen der Schildkröten da gewesen und nicht wegen des völlig überfüllten Strands, an dem diesmal aber gefühlt wesentlich mehr (micheladas mixende) Mexikaner anwesend waren. Neben uns im Schatten des kleinen Reetdach-Pavillions fand sich sogar eine Familie mit kleinen Kindern, deren Spielzeug Lily mitbenutzen durfte.

Schmeiß maln Katamar an!

Schmeiß maln Katamar an!

Und der Katamaran von vor drei Jahren lag sogar auch noch vor Anker.

Flachwasserbader

Flachwasserbader

Wie auch im Gran Cenote hatten in Akumal jede Menge Leute Rettungswesten an, sogar wenn sie nur im flachen Wasser ein bißchen planschen waren, wo man auch 50m rein noch lediglich bis zur Brust mit Wasser bedeckt war, aber man kann ja nie wissen wann die nächste Springtide übers Riff hereinbricht, das macht nämlich im karibischen Meer einen Anstieg von unter einem Meter aus!

*gluck gluck blubb*

*gluck gluck blubb*

Unbehelligt von solchen Handicaps sind Jens und ich nach meiner Gehäusebastelaktion mit GoPro und 5D III bestückt auf Schildkrötenjagd gegangen.

Dem Kutter die Schraube dazu.

Dem Kutter die Schraube dazu

Vermutlich wäre es ganz angebracht gewesen sich schonmal ein Farbprofil für unter Wasser anzulegen, das auf die Videoaufnahmen gelegt wird, aber sowas fällt mir natürlich erst hinterher ein, wenn wir schon wieder ne Woche in Deutschland sind.

"Rein in meinen Bauch, du kleiner Scheißer!"

„Rein in meinen Bauch, du kleiner Scheißer!“

Bei den Fotos kann man ja zum Glück dank RAW-Format nach Herzenslust noch an den Farben und Kontrasten rumfummeln, sonst käme nämlich nur ausgewaschener, türkiser Quatsch raus. Da war das schon ganz fein damals, dass die kleine Knipse schon vorgefertigte Profile mitbrachte. Nur haut der Ansatz eben nicht in jeder Situation hin und dann muss man mit fies zusammenkomprimierten JPEGs sehen was da in Potatoshop noch zu retten ist.

Jens am Riff

Jens am Riff

Aber selbst mit den feinen 16-Bit-Daten der großen Camse ist es manchmal durch trübes Wasser notwendig die Regler dermaßen an den Anschlag zu drehen, dass sich das Bild teilweise durch das hervortretende Rauschen auch schon dem Output einer Handykamera annähert, wie hier oben zu sehen.

Minifitzelfischi

Minifitzelfischi

Abseits von solchen erst später am Laptop eintretenden Überlegungen musste ich aber auch erstmal herausfinden wie man am besten mit so einem Kloppergehäuse an der Hand und ohne Flossen (D’oh!) zum Riff oder den Schildkröten raus schwimmt. Irgendwie kam ich dann trotzdem dort an – obwohl es sich die ganze Zeit so anfühlte als würde ich mit den Aquaschuhen und der einen freien Hand auf der Stelle paddeln – und habe ein Foto von diesem schwarzen Minifischchen mit blauen Punkten geschossen, das ich letztes mal auch schonmal abgelichtet hatte.

Leider nicht mehr viel los da

Leider nicht mehr viel los da

So mit dem Wellengang und den vielen Möglichkeiten an irgeneiner Ecke des Riffs anzudengeln erwies es sich, dass das eigentlich bessere Werkzeug auch seine Tücken hat.

So gut wie unsichtbar, der Kollege hier

So gut wie unsichtbar, der Kollege hier

Die besseren Bilddaten bezahlt man nämlich mit einer wesentlich anstrengenderen Handhabung. Während man die D10 einfach auf Armlänge vor sich hält und halbwegs auf dem Display guckt was man versucht einzufangen – die beinah endlose Schärfentiefe würde bei dem Miniobjektiv und -sensor ihr Übriges leisten – muss man bei der großen Cam ja auch gucken, dass der Fokus ganz gut auf dem Motiv sitzt.

*mampf*

*mampf*

Das erreicht man am ehesten, wenn man den Phasen-Autofokus benutzt, der aber nur im Fotomodus ohne Liveview verfügbar ist. Sprich gucken übers Display fällt flach, wenn es das nicht aufgrund der Reflexionen am Gehäuse usw. eh schon tut.

Huch, beinah wäre ich draufgelatscht, wäre es nicht um meinen kolossalen Auftrieb dank der zugelegten Pfunde.

Huch, beinah wäre ich draufgelatscht, wäre es nicht um meinen kolossalen Auftrieb dank der zugelegten Pfunde.

Mit dem Schnorchel durch den Sucher zu gucken ging allerdings besser als erwartet, jedoch befindet sich die Kamera somit ja auch kurz unter der Wasseroberfläche.

Schwimmschildi

Schwimmschildi

Meine Lösung für das Problem war die grandiose Methode mit halb ausgestrecktem Arm meistens noch irgendwie durch den Sucher zu linsen und auf das Beste zu hoffen. Das hat hin und wieder auch mal geklappt, aber für die ganzen bunten Fischchen wars nicht die adäquateste Methode.

Ich will die immer Seenadeln nennen, aber sind keine.

Noch ist man als Schnorchler mit so einem recht weitwinkligen Objektiv gut beraten, auch wenn das Riff teilweise richtig knapp unter der Wasseroberfläche liegt, sodass man eben aufpassen muss, da nicht mit der Strömung reingeschwemmt zu werden und am Ende noch in ein paar von den Fußballgroßen Seeigeln und deren langen, schwarzen Stacheln zu landen. Dürfte den Tag ganz gut vermiesen, sowas.

Als Schildkrötenflüsterer bekommt man oft den Mund voller Salzwasser.

Weil die Schildkröten eher abseits in den Ebenen voller Seegras festigen und ab und zu auch mal zum Luftholen auftauchen müssen, hat sich die Kombi bei denen aber recht gut bewährt und wir konnten auch ein paar echt brauchbare Videoaufnahmen von denen schießen.

"Alter was WILLST du!? Lass mich!"

„Alter was WILLST du!? Lass mich!“

Darauf haben wir uns nach unserem Ausflug zum Riff dann auch konzentriert. Mit den Fischen das machte sich einfach nicht so gut und die großen, gemütlichen Chilldkröten sind eh ein dankbareres Motiv.

Jung und alt zusammen bei Tisch

Einer bin ich für ein paar Minuten so gut es ging hinterhergeschwommen und habe versucht ein paar gute Aufnahmen zu bekommen, sodass ich nicht weiß, ob der Anführer der Planschgruppe in Rettungswesten (immernoch zum Schießen) mich angemacht hat, weil ich denen beim Hinterherschwimmen in die Fuchtel kam oder ob er meinte ich solle die mal in Ruhe lassen.

Seepfannkuchen, immernoch

Seepfannkuchen, immernoch

Letzteres habe ich dann auf Jens‘ Anraten auf jeden Fall mal gemacht und wir sind stattdessen in eine andere Richtung weiter, wo wir nach der ganzen Zeit im Wasser auch mal wieder so einen Rochen wie damals gefunden haben, der wenig bedrohlich nur ein bißchen mit seinen sich in Wellen schwingenden Flossen über dem Boden rumwaberte.

Abschleppdienst vom feinsten

Abschleppdienst vom feinsten

Zu dem Zeitpunkt waren wir noch recht weit draußen, abseits vom Strand und da das Schwimmen mit der Kamera eben doch recht langsam von statten geht, hatte mir Jens dann angeboten, als passionierter Schwimmer, mich einfach mitzuziehen so gut es denn ginge. Also hab ich mich an seine Schulter gehängt und bißchen mitgezappelt mit den Beinen und er hat uns flossenschlagend an Land gebracht, wo es dann wieder höchste Eisenbahn war, dass ich mich auch mal um Lily kümmere oder beziehungsweise uns zurück ins Hotel fahre, weil die Sonne auch langsam unter ging.

Winkejens

Winkejens

Wieder bei uns angekommen haben wir uns mit Bierchen und dem Woodford Reserve, den es kostenlos zum Herradura Añejo gab, vorne zu der ganz schiefen Palme an den Strand gesetzt und ich habe mich nochmal an meinem Fernauslöser für die Kamera versucht.

Wie Sie sehen, sehnse nüsch viel.

Wie Sie sehen, sehnse nüsch viel.

Aber bin auch dieses mal gescheitert. Egal was ich in das recht einfache Interface der Fernbedienung reingedrückt habe, die Einstellungen in der Kamera hatten immer Präzedenz.

Handyleuchte macht Nacht zum Tag

Handyleuchte macht Nacht zum Tag

Das war mir nach dem erfolgreichen Tag im Wasser aber auch reichlich Wurscht. Hat ja trotzdem einigermaßen geklappt mit den Langzeitbelichtungen. Hier mal mit Handyleuchte, damit man auch bißchen was von der Umgebung sieht.

Der Bourbon wiederum war etwas geräuchert, was ich, der ja eigentlich gern richtig torfige, geräucherte Single Malts aus Schottland trinkt, eher ekelhaft fand.

Faulenzertag

*muah* *streck*

*muah* *streck*

Was für ein Sonntagmorgen! Tatsächlich war es – wie Myriam mich drauf hingewiesen hat – wesentlich angenehmer, mal nicht hinter Gittern in einem Betonhaus aufzuwachen, sondern unterm Reetdach mit den großen Vorhängen, die vor der breiten Fensterfront im Wind waberten. Ebenso als allererstes durch besagtes Verandafenster hinaus auf den Balkon zu treten, ohne erst aus dem Erdgeschoss den zentralen Schlüssel holen zu müssen, um das Gitter überhaupt öffnen zu können.

Der Kaffee steht auch schon da.

Der Kaffee steht auch schon da.

Ja das war schon recht schön mit dem Balkon dort. Alles etwas lässiger. Genauso wie es potentielle Einbrecher aussperrt, sperrt einen so ein albernes Gittersystem ja auch ein. An ein Hausfeuer möchte man im Nachhinein gar nicht denken. Insgesamt hat uns das feeling bei der Playa Xcanan wesentlich besser gefallen und wir haben den geräumigen Holzdielen-Balkon direkt am Strand und über allen anderen sehr genossen.

Joggen?? Bei dem Klima? Andererseits isses natürlich schoner, als bei Eis und Schnee.

Joggen?? Bei dem Klima? Andererseits isses natürlich schoner, als bei Eis und Schnee.

Halb acht wurde uns da immer schon der Kaffee, also bzw. eine Thermoskanne mit heißem Wasser und diverse Beutelchen mit Tee, Instantkaffee, Weißer, Zucker usw. hingestellt und auf unseren Wink hin wurde dann auch das Frühstück hochgebracht. Oder auch an den Strand, im Prinzip konnte man auf dem ganzen Grundstück frühstücken, wo und wie man lustig war.

Kind exploriert. Wenn ihr zwei mal lesen musstet, habt ihr euch verlesen.

Kind exploriert. Wenn ihr zwei mal lesen musstet, habt ihr euch verlesen.

Mit Lily mussten wir natürlich bißchen aufpassen, dass sie uns nicht durch den Zaun stürzt, aber was uns am Anfang noch Bange gemacht hat, hatten wir dann schnell im Griff. Und weils zum Frühstück wie gehabt einen Teller frisches Obst in verschiedenen, tropischen Variationen gab (mhhh diese Mangos … herrlich!), war auch für Lily immer was dabei, womit sie sich dann beschäftigen konnte, während wir unser Nutellabrot geschmiert haben.

Da schippt schon eenor!

Da schippt schon eenor!

Die ersten Tage haben uns auch noch die Gedecke und Sträuße von der Hochzeitsdeko die Umgebung verschönert wie man mit einem genauen Blick weiter oben erkennen kann. So einen Blick hab ich am Sonntagmorgen auch mal zum Strand runter geworfen und erkannt, dass dort auch schon zwei Leute am Seegraswegschaufeln waren. Einfach so, ohne Hochzeit.

Bootchen, aber kein Jens da

Bootchen, aber kein Jens da

Außerdem lagen da  natürlich die Kayaks, aber weil Jens den Tag nach Cancún gefahren war, um einen Freund zu besuchen, würden die wohl eventuell unbenutzt bleiben.

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Wäscheständer

Am Vormittag kamen nochmal Gaby und Alejandra vorbei, mit denen wir vor ihrer Abreise dann noch ein ganzes Weilchen gequatscht haben und dann noch in die Taquería gleich zwei Grundstücke weiter am Strand sind, die bei Tripadvisor als gut und günstig angepriesen wurde. Was nun an chalupa-großen Tacos mit bißchen Fleisch und einem Fitzelchen Avocado für 2,50€ das Stück so günstig sein soll, darauf bin ich noch nicht gekommen. Wahrscheinlich einfach wieder im Verhältnis zu den anderen Restaurants am Strand oder so. Für Lily gab es haufenweise Sand, mit dem sie sich inzwischen anscheinend angefreundet hatte.

der abendliche Blick vom Balkon

der abendliche Blick vom Balkon

Als die beiden Farfáns dann los mussten, um in Cancún ihren Flieger zu bekommen, waren wir das erste mal im ganzen Urlaub zu dritt allein. Komisch irgendwie, wo vorher die ganze Zeit Leute da waren.

Umzug gen Süden

Mitm Fischauge vom Balkon geguckt

Mitm Fischauge vom Balkon geguckt

Der Samstag nach dem Cenoteshoot – zwei Tage nach der Hochzeit – war schon der Abreisetag für Peter, der nur für 5 Tage mit uns in der Karibik war. So hatten wir auch das Mietverhältnis für die Casa Tranquillo (oder ja eigentlich cabañas La Luna, die uns dahin outgesourced hatten) terminiert, dass es an diesem Tag endet, weil wir dann ja nicht mehr das große Haus brauchen würden.

Auf zum Frühstück

Auf zum Frühstück

Für Myriam, Lily und mich hieß das, dass wir etwas weiter südlich dann doch noch in eine cabaña einziehen würden und meine Eltern hatten sich auf die Schnelle noch in eine von den 10.000-Mann-Burgen in Cancun einquartiert, weil auch für die am nächsten Tag wieder der Flieger nach Deutschland ging. Das war ganz praktisch, weil sie somit Peter mit nach Cancun nehmen konnten und wir ihn nicht in den Bus setzen mussten.

Tschüß schomma!

Tschüß schomma!

Dementsprechend habe ich nach dem Frühstück noch schnell meinen Fotokram zusammengepackt (früher wäre ja auch übertrieben gewesen) und bis auf Myriam und Lily sind wir alle in den dicken Ford gestiegen, sodass Jens und ich an der Kreuzung zur carretera raushüpfen und unseren neuen, kleineren Mietwagen für die restliche Zeit abholen konnten. Da die Autovermietung recht klein und unauffällig ist und wir uns doch nicht ganz sicher waren, ob wir an der richtigen Adresse sind, haben die anderen noch kurz gewartet, dass wir nicht im municipio gestrandet sind und traten dann die lange Rückreise an, während wir uns um die Zettelage fürs neue Auto gekümmert haben.

Das in der Mitte da ist die Autovermietung. Hinter dem Honda. Jap.

Balkon, aber hallo!

Balkon, aber hallo!

Es wurde dann wie bestellt ein Crossfox, mit dem wir, nach kurzem und günstigen Auftanken durch staatlich regulierte Preise bei Pemex, zurück zur Casa gedüst sind, um Myriam, Lily und unser verbliebenes Gepäck einzusammeln. Um die wuselten schon der Eigentümer der Casa Tranquilo, eine camarista und der Hausmeister herum, der grade das Schloss austauschte nach der Klau-Aktion, sodass sie ganz froh war, dass wir endlich da waren und somit von dort abhauen konnten. Anscheinend hatte das mit dem Auto wie so oft länger gedauert, als man sich das im Vornherein so vorstellt.

Dann alles in das kleine Auto zu bekommen war schon ein Kunststück, mit noch drei Erwachsenen und einer Babyschale dazu, aber irgendwie haben wirs hinbekommen und sind dann die paar Hundert Meter weiter die oftmals zugestellte Straße gen Süden gefahren, bis wir hinter einer Kurve das Eingangsschild der Playa Xcanan gesehen haben.

Mit Hängematte, das kann doch mal was!

Mit Hängematte, das kann doch mal was!

Kaum ausgestiegen kamen auch schon zwei nach Maya aussehende (also nicht mit Federn aufm Kopp und Lendenschurz, sondern klein, gedrungen, dunkle Haut und igeliges Haar), sehr freundliche Herren mit starkem Silberblick und wuchteten unsere Koffer über die hölzerne Außentreppe in der tropischen Hitze hoch zu unserem Zimmer im Obergeschoss.

das Zimmerchen

das Zimmerchen

Als wir dann Fotozeug, Essenstüten und Packsack hinterhergebracht hatten, haben wirs uns erstmal auf dem schönen, großen Balkon gemütlich gemacht und Schatten und Meeresbrise genossen, nach der Hitze beim Gepäck-einstapeln ins Auto.

Bett groß genug zum quer darin schlafen. Perfekt mit Lily.

Bett groß genug zum quer darin schlafen. Perfekt mit Lily.

Nach der kurzen Verschnaufpause war es quasi aber auch schon wieder verpflichtend sich mal die Wellen zu geben und den Strand anzugucken, der vom Balkon oben drüber aus schon so einladend aussah.

der Weg vom Parkplatz

der Weg vom Parkplatz

Also im Prinzip ist man ja schon am Strand, sobald man auch nur einen Schritt von der asphaltierten Straße weg macht, aber ich meine natürlich den meerigen Teil, wo einen das laue Lüftchen abkühlt.

Erschtma rin in die Brühe

Erschtma rin in die Brühe

Erfreulicherweise haben sie bei der Playa Xcanan auch Kayaks – damit hätten wir nicht gerechnet – die sogar ein bißchen kürzer und damit evtl. stabiler sind. Allerdings gab es dazu nur Stechpaddel. Der Eigentümer meinte aber auf die Frage hin, ob man die einfach benutzen kann auf jeden Fall gut gelaunt und mit weit ausladender Geste: „Das hier ist alles euers.“

So muss dat

So muss dat

Also haben wir die nach kurzer Planschrunde ins Meer geschleift und unsere bisherigen Kenntnisse zur Anwendung gebracht, bis wir mal wieder hier und da nen Zuschauer am Strand hatten.

Skipper Jens

Skipper Jens

Derart haben wir die nächsten Stunden rumgebracht und uns die an diesem Strandabschnitt tatsächlich anders beschaffene Brandung gegeben. Bodyboards gab es leider keine, dafür waren unterm Haus richtige Surfbretter zu finden. Die haben wir aber schön gelassen wo sie waren.

windtrocknen, Strand gucken

windtrocknen, Strand gucken

Am späteren Nachmittag haben wir uns alle wieder auf dem Balkon zusammengefunden und uns langsam fertig gemacht, um zum Essen in die Stadt zu fahren.

Trotz der ganzen Cabañas gibt es auch Hotels in der Stadt. Nunja.

Trotz der ganzen Cabañas gibt es auch Hotels in der Stadt. Nunja.

Dort sollte laut Tripadvisor nämlich „El Asadero“ zum Abendessen ganz brauchbar sein, wenn man früh genug da ist, um noch nen Platz zu bekommen. Dort hatten wir uns noch mit den Farfán-Mädels verabredet – die auch bis zum nächsten Tag noch in Tulum waren – um ein saftiges Steak zu futtern.

Und lasst euch gesagt sein, halleluja! Für die Preise dort bekommt man echt was geliefert. Dooferweise hab ich zwar die ganze Zeit die Kamera an meiner Seite gehabt, aber dank Gequatsche, Lily und den Steaks kein einziges Foto geschossen oder Video gefilmt. Jedoch hat jemand anders zum Glück mal ein Bild der Speisekarte gemacht und es hochgeladen.

340$ für ein Kilogramm Arrachera. Das sind nach derzeitig schlechtem Eurokurs ~21€ für 1kg butterweiches, sauleckeres Fleisch. Dafür bekommt man in Berlin, dass ja nicht unbedingt für seine teuren Restaurants bekannt ist, grade mal nen brauchbaren 300g-Lappen, wenn man Glück hat.

Die sinnvollere Variante, Spezialität des Hauses, war 300g Arrachera mit Chorizo, gegrillter Chile, einem Kaktusblatt und wahlweise gegrillter Kartoffel oder Zwiebel ist, kostet einen gerade mal 190$ – 11,80€. Genial. Hätten wir eigentlich nochmal hingesollt. Jens haben wir für den Abend dann bei sich abgesetzt und mit Gaby und Ale noch ein Bierchen auf unserem Balkon gezischt.

Trash the Dress!

Abwarten im Wohnzimmer

Abwarten im Wohnzimmer

Mit einer Nacht Erholung dazwischen schien der Schrecken über die Klauerei wie zu erwarten schon viel weniger greifbar. So oder so, was hätten wir auch machen sollen – die Sache war nun in den Händen der Polizei. Also sind wir erstmal ganz normal über den Strand zum Frühstück bei La Luna nebenan. Diesmal allerdings als geschlossene Hochzeitsgesellschaft.

Kackevogel

Kackevogel

In den über der Frühstücksveranda wogenden Bäumen war auch wieder der kleine Vogel, der kürzlich schon Peter auf die Schulter gekackt hatte und sich diesmal Alejandra als Opfer ausgesucht hatte.

Plätsch!

Plätsch!

Nach dem Frühstück war noch ein bißchen Zeit, die Jens und ich dafür genutzt haben endlich wieder in die fröhlich vor sich hinrauschenden Wellen zu hüpfen – gleich mit Kayak wieder und anschließend mit den kleinen Surfboards. Diesmal haben wir uns recht vernünftig geschlagen, auch wenns uns trotzdem umgehauen hat, aber das macht ja auch Teil des Spaßes aus, solange man kein Boot oder Paddel in die Gusche gehauen bekommt. Und wer wüsste schon wann und ob wir es nochmal schaffen, die Dinger nochmal zu verwenden? (Schließlich waren am nächsten Tag schon die 5 Tage, die wir die Casa Tranquillo gemietet haben, wieder rum, weil dann die ältere Generation wieder abreiste.)

Feuer! Mehr Feuer in den Mangrovenwald!

Feuer! Mehr Feuer in den Mangrovenwald!

Denn gegen 13 Uhr holte uns das Fotostudio ab zum TTD-Shoot, bei dem man irgendwelche nassigen Sachen mit seinem Kleid anstellt. Im Fall unserer Knipser hieß das: Ab in‘ Cenote!

Vollgepackt mit tollen Sachen

Vollgepackt mit tollen Sachen

Nach einer dreiviertelstündigen Fahrt in Richtung Cancun trafen wir am Eingang des Cenote Cristalino auch einen unserer Fotografen vom Vortag an – den oben zu sehenden Alvaro.

Kokeln im Wald, also das hätts bei uns ni gegeben!

Kokeln im Wald, also das hätts bei uns ni gegeben!

Außerdem noch im Hintergrund Chesira und als Haupt-Überwasser-Fotograf den aus Italien stammenden Fabrizio, der aufgrund seiner inzwischen Exfrau sein Business von dort nach Tulum verlagert hat.

Der trübe Teil - nicht unbedingt wo man reingehen möchte.

Der trübe Teil – nicht unbedingt wo man reingehen möchte.

Die drei haben uns abwechselnd – oder auch manchmal gemeinsam – geknipst, das aber alles noch außerhalb des kühlenden Cenotewassers, zwischen den Mangroven und teilweise sogar darin, wenn sich ein Stein zum Draufstellen bot oder der Boden nicht ganz so schlammig und von Wasser bedeckt war. Ganz schön heiß war es dort, weil ab vom Meer zwischen den Bäumen auch kein Lüftchen wehte, aber natürlich trotzdem die tropische Sonne das stehende Wasser unterm Blätterdach zum Verdunsten brachte.

Da lief mir in meinem Anzug (mit Unterhemd für wegen unterwasser dann) derart die Suppe, dass ich mich frage wieviele Tausend Stunden Photoshop die brauchen werden, um mir das wegzuretuschieren. Oder ob sie den Part einfach mir überlassen. Komisch auch, bei nem Shoot draußen dabei zu sein und rein gar nichts zu machen weiter. Immerhin ne Tasche oder Tüte habe ich mir immer mal geschnappt beim Locationwechsel.

Zwischen den Luftwurzeln schwammen aber auch schon kleine, hübsch bunte Fischchen herum, die dazu geführt haben, dass ich mich über mich selber geärgert hab, weil ich nur die kleine GoPro mitgenommen und nicht meine richtige Kamera mit dem extra gekauften Makro.

Louhs gaydts!

Louhs gaydts!

In den Screenshots hier evident hab ich zumindest mit der kleinen Actioncam immer mal bißchen gefilmt, damit ich von dem Tag ein bißchen was fürs Urlaubsvideo habe. Nach anderthalb Stunden in der Hitze, die sogar den mexikanischen Fotografen zu schaffen machte, die das ja eigentlich gewohnt sind, ging es dann endlich in die erlösende Kühle des Höhlenwassers.

Was für ein Segen!

Was für ein Segen!

Dort haben wir dann auch nochmal gut eine Dreiviertelstunde lang versucht schön zu tauchen, unter Wasser Küsschen zu geben und so weiter. Derweil hatte Fabrizio, der dann im Wasser die Fotos geschossen hat, freundlicherweise die kleine GoPro auf das UW-Gehäuse (auch Ikelite, auch Canon 5D, aber Mark II) raufgesteckt, die dann einfach gefilmt hat bis wieder mal der Akku leer war. Was leider normalerweise alle 20min. vorkam, trotz ausgeschaltetem WLANs.

Leider war unser Sprung von der Klippe dann nicht mehr mit auf dem Video, da sind wir mal auf die Fotos gespannt. Bin ja noch nie so ein Fan von diesem typisch männlichen Dings gewesen, sich von irgendwelchen Sprungtürmen und Klippen ins Wasser stürzen zu müssen und hab deswegen vermutlich eine derartige Fresse gezogen, dass es zum Lachen sein muss.

Als dann zum Schluss wieder nur noch Myriam fotografiert wurde, zusammen mit dem purpurnen Tüll der Hochzeitsdeko, hab ich noch ein bißchen die Zeit genutzt und bin einfach mit der Lampe durch den entfernteren, dunklen Teil der Höhle, wo in einigen Metern Tiefe riesige Felsbrocken lagen – ganz anders, als im Gran Cenote – und dunkle Schlote in die Unterwelt geführt haben. Hätte ich doch bloß einfach die große Cam mitgenommen! Kann ja keiner ahnen, dass man beim geshootet werden soviel Zeit für Jux und Tollerei hat.

Mit nem Lastenaufzug, dass man nicht immer Bier hochtragen muss, wäre das perfekt.

Mit nem Lastenaufzug, dass man nicht immer Bier hochtragen muss, wäre das perfekt.

Zurück zu Haus wurde Myriam schon sehnsüchtig von unserer Tochter erwartet, die bei Opa Peter geschlafen hatte als wir los sind, womit wir gar keine Gelegenheit hatten uns richtig von ihr zu verabschieden. Ich bin nochmal schnell aufs Dach geflitzt, um am letzten Abend die letzten paar Strahlen in den Wolken reflektierte Sonne einzufangen.

Da die älteren Herrschaften auf einmal alle ins Bett verschwunden waren, Myriam Lily ins Bett brachte und somit kein Weg mehr aufs Dach verfügbar war (voll der design flaw), fanden sich Gaby, Alejandra, Jens und ich allerdings später einfach unten im Wohnzimmer  – das im ersten Foto dieses Beitrags zu sehen ist – wieder, wo wir bei einem Bierchen und Berlinbilder guckend noch bis spät über mexikansiches Essen und Gepflogenheiten reminiszierten.